27.10.2016
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Kirchberg ist e5-Gemeinde

Zwei Gemeinden im Brixental sind e5-Gemeinden. Seit Ende September gehört Westendorf und nun auch Kirchberg zu den 33 engagierten Energiegemeinden. Die Ziele der e5-Gemeinden sind Energieprozesse zu modernisieren, Energie effizienter und intelligenter zu nutzen und klimaschonende, erneuerbare Energieträger vermehrt einzusetzen.

Kirchberg | Es war ein Termin, den Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler, seines Zeichens auch Obmann von Energie Tirol, gerne wahrnahm. Lange Zeit war der Bezirk Kitzbühel ein weißer Fleck auf der Tiroler „Energielandkarte“. Doch die beiden Brixentalgemeinden Westendorf und Kirchberg spielen hier Vorreiter und gehören den 33 e5-Gemeinden an. „Alle Maßnahmen, die zum verstärkten Einsatz von erneuerbaren Energien und gezielter Energieeinsparung führen, tragen maßgeblich dazu bei, dass sich Tirol bis 2050 selbständig mit heimischen Energieträgern versorgen kann.

Vor allem im Gebäudebereich gibt es hier viel Potential. Über 40 Prozent des Tiroler Energiebedarfs wenden wir für die Gebäude auf“, erzählt Geisler. In diesem Bereich hat Kirchberg schon viel zum sorgfältigen Umgang mit Energie beigetragen.

Energie bei den Gebäuden sparen

Bei den Neubauten, wie dem Sozialzentrum (Passivhausstandard) oder der arena365 sowie bei der Sanierung der Schulen in Kirchberg und Aschau oder dem Austausch der Wärmepumpe am Badesee – mit all diesen Maßnahmen konnte nicht nur der Ölverbrauch, sondern auch der Co2 Ausstoß stark reduziert werden, wie Bürgermeister Helmut Berger informierte. Die Liste der in Kirchberg gesetzten Maßnahmen für einen effizienteren Umgang mit Energie ist lang. Kleine Schritte, wie das Kindergarten-Taxi für den Ortsteil Aschau haben dazu genauso beigetragen, wie die PV-Anlage bei der arena365, die eine bilanzielle Eigenversorgung ermöglicht.

Damit ist Kirchberg aber noch nicht am Ende des geplanten Weges angelangt. Vizebürgermeister Andreas Schipflinger, der auch Energiebeauftragter des Ortes ist, hat noch viel vor. Unter anderem soll die Straßenbeleuchtung auf LED umgestellt werden, die kommunalen Fahrzeuge sukzessive durch E-Fahrzeuge ausgetauscht werden. Neben den beiden bisherigen E-Tankstellen sollen noch weitere im Ort entstehen und auch die Umsetzung eines Trinkwasserkraftwerkes ist angedacht. Dabei wird aber nicht das eigentliche Trinkwasser für den Turbinenantrieb verwendet, sondern das überschüssige Wasser, das ansonsten abfließen würde, versichert Schipflinger, der noch weitere Ideen für eine effektivere Energienutzung und auch Einsparungen hat.  

Bei all den anstehenden Projekten kann man in Kirchberg nun auch auf die Erfahrung der anderen e5-Gemeinden zurückgreifen. Zudem wird der Ort durch Energie Tirol betreut und beraten.
Elisabeth M. Pöll

Bild: Bruno Oberhuber (GF Energie Tirol), Vizebürgermeister Andreas Schipflinger, LH-Stv. Josef Geisler und Bürgermeister Helmut Berger präsentieren die e5-Tafel, die am Kirchberger Gemeindeamt angebracht wird. Foto: Pöll

 
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