31.12.2019
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Kindergartenbau verteuert sich

Der Bau des Kinderbetreuungszentrums in St. Johann wird um 600.000 Euro teurer als geplant. Das ergab eine Analyse der GemNova.

St. Johann | In etwa vier Monaten sollen auf den sogenannten „Ellbögengründen“ die Baumaschinen auffahren. Die Planungen für das neue Kinderbetreuungszentrum laufen auf Hochtouren. Die St. Johanner Architektengruppe P3 entschied den Architektenwettbewerb für sich und legte eine erste Kostenschätzung für den zweigeschossigen Gebäudekomplex vor. Vorerst gingen die Planer von einer Bausumme  von rund 7,84 Millionen Euro aus.
Doch das wird nicht zu halten sein, wie in der jüngsten Gemeinderatssitzung informiert wurde. Wie berichtet, hat die Gemeindeführung die GemNova GmbH (Tochterunternehmen des Tiroler Gemeindeverbandes) mit der gesamten Ausschreibung samt der bürokratischen Abwicklung beauftragt. Erste Ergebnisse präsentierte Harald Schallenmüller vergangene Woche den Mandataren. Und der GemNova-Experte hatte keine guten Nachrichten im Gepäck. Die Baukosten werden sich in etwa um rund 600.000 Euro erhöhen. In der Zwischenzeit lägen über 83 Prozent der Kosten als Angebote vor, 17 Prozent der Kosten habe man geschätzt, klärte der Experte auf.

Flächenerweiterung kostet 500.000 Euro
Wie sich herausgestellt hat, sei eine Flächenerweiterung notwendig. Hier ist mit einer Kostenerhöhung von rund 500.000 Euro zu rechnen. Zum anderen gäbe es Zusatzkosten um im „Klimaaktivstandard“ zu bauen. Dies schlägt mit 150.000 Euro zu Buche.
Damit liegt das Budget inklusiver der eingeplanten Reserven bei rund 8.450.000 Euro, wie Schallenmüller ausführte. Einsparungen seien kaum möglich, da ansonsten am Gebäudestandard gespart werden müsste. Auf Nachfragen des Gemeinderates, ob es den nicht noch Förderungen für denn „Klimaaktivstandard“ gäbe, musste Bürgermeister Hubert Almberger verneinen.
Überdies sei es leider so, dass „wir in eine Zeit fallen, in der die Förderrichtlinien geändert worden sind.“ Gerechnet wird aber mit einer Fördersumme von rund 2,7 Millionen Euro.  
Anfang Jänner gibt es eine weitere Sitzung der Projektgruppen. Dort werde noch einmal geschaut, wo es noch Einsparungsmöglichkeiten gäbe, kündigte der Bürgermeister an. Trotz einiger kritischer Nachfragen stimmte der Gemeinderat der Erhöhung einstimmig zu. Margret Klausner

Auf den sogenannten Ellbögengründen soll ab März 2020 das neue Kinderbetreuungszentrum entstehen. Bis zu 300 Kinder können dort betreut werden.  Foto: Klausner

 
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