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05.08.2019
News  
 

(K)ein weiter Weg zum „Yapadu“

Der Tourismusverband St. Johann gab kürzlich wie berichtet einen Ausblick auf die Sommersaison. GF Gernot Riedel skizzierte gegenüber dem Kitzbüheler Anzeiger nun auch die größere Vision bzw. den Weg, den man bisher geschafft hat.

St. Johann  | Der klassische Tourismusverband entwickelt sich immer mehr zum „Destinationsmanagement“. Gerade am Beispiel der Tourismusregion St. Johann lässt sich gut ablesen, wie sich die Branche in den vergangenen Jahren gewandelt hat. „Tirol hat eine der besten Tourismusstrukturen weltweit – wer partizipiert, finanziert auch mit“, so Riedel. Die Fusion der Tourismusverbände war für viele vielleicht ein schmerzhafter, aber durchaus richtiger Schritt. „Seit der Fusion hat sich das Gesamtbudget in St. Johann von rund 2,8 Millionen Euro auf rund 5,3 Millionen Euro erhöht“, resümiert der TVB-Geschäftsführer. „Wir sind definitiv finanzstärker geworden und haben mehr Bewegungsspielraum in allen Bereichen.“ Dieser Spielraum soll sowohl zur Weiterentwicklung von Bewährtem als auch zur Schaffung von Neuem genützt werden, wie Riedel ausführt. Aber nicht nur der Verband als solcher wurde schlagkräftiger, auch in den einzelnen Orten stiegen die verfügbaren Mittel an. „Trotz bis vor drei Jahren teilweise stagnierender Nächtigungen sind die Ortsbudgets besser dotiert denn je, um teilweise bis zu 60 Prozent mehr.“ Auch das Marketingbudget stieg deutlich – seit 2005 um 340 Prozent auf mittlerweile 1,7 Millionen Euro. Die Autonomie in den Orten sieht Riedel als „wichtigen Bestandteil des Gefüges“. Die Region hat zwar bis vor Kurzem Betten verloren, doch auch hier wurde die Negativspirale gestoppt.

Mit der „Yapadu“-Strategie sollen alle Handlungsträger, aber auch die einheimische Bevölkerung in‘s Boot geholt werden. Tourismus bietet die Möglichkeit, den Standort nicht nur für die Gäste, sondern auch für die Einheimischen weiter zu entwickeln. Das heißt natürlich nicht, dass man alle Naturräume „automatisch bespielen muss. Wir wollen bewusst intensive Räume schaffen, aber auch bewusst den Naturraum.“ In diesem Zusammenhang wünscht sich der TVB-Geschäftsführer auch manchmal mehr Bewusstsein, was die Branche alles leistet: „Ein funktionierender Tourismus leistet Beiträge, die sonst nicht da wären.“
Daher sind auch immer wieder auftauchende Stammtischparolen, wonach der Gast „alles kostenlos“ kriegt und der Einheimische nichts, für Riedel nicht nur sinnlos, sondern schlicht und ergreifend „nicht wahr. Der Gast zahlt für all diese Leistungen.“
Auch hier lässt sich mit der Glücksbotschaft entgegen wirken: „Das Glas ist immer halb voll.“ Denn „Mein Yapadu“ ist auch ein Biotop für die TVB-Mitglieder – mit App und Teamcard und vielen weiteren Angeboten. Elisabeth Galehr

TVB-GF Gernot Riedel zeigt die Entwicklung des Verbandes auf. Foto: Galehr

 
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