08.12.2020
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JuRed: Corona-Lockdown! Und jetzt?

Und wieder legt Corona viele Bereiche des öffentlichen Lebens lahm und zwingt uns alle dazu, unseren gerade erst zurück eroberten Alltag zum wiederholten Mal neu zu organisieren. Aber wie erleben unterschiedliche Menschen die verschiedenen Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung? Dazu führte das Team der Jugendredaktion der BHAK Kitzbühel Interviews mit völlig verschiedenen Leuten aus unterschiedlichen Ländern mit ganz eigenen Gedanken und Sorgen.

Kitzbühel | Unter anderem interviewten wir Kevin Rudolf, Mitglied der Schülervertretung der BHAK/BHAS Kitzbühel, Markus Depping, einen deutschen Unternehmer im Bereich Autoservice, Natursteinhandel und Abfallwirtschaft und eine aus Sicherheitsgründen anonym bleibende, in London lebende Security-Angestellte (Name der Redaktion bekannt).

Verschiedene Länder...
Grundsätzlich sehen alle die Maßnahmen als notwendig an und auch in den verschiedenen Ländern ist die Stimmung wohl so, dass sie vom Großteil der Bevölkerung mitgetragen werden. Wie die Maßnahmen beschlossen und umgesetzt werden, ist jedoch unterschiedlich. In Deutschland entscheiden die Bundesländer großteils selbst, wie vorgegangen wird. In Österreich und dem Vereinigten Königreich wird hauptsächlich von der Regierung überregional bestimmt.
Laut Herrn Depping ist die Abfallindustrie nicht von der Krise betroffen. Andere Branchen trifft die Corona-Krise jedoch mit voller Wucht. Kevin Rudolf macht sich vor allem Sorgen um den Wintertourismus. Er zweifelt daran, dass bei den momentanen Zahlen Touristen bei uns in Österreich Skiurlaub machen können. Aber trotz der aktuellen Lage lassen sich nicht alle entmutigen. Wenn es möglich sei und die Vorgaben es zuließen, werde er zum Slifahren kommen, lässt sich Herr Depping noch Möglichkeiten offen.

...ähnliche Sorgen
In allen Ländern und für alle Menschen, egal welchen Alters, gilt jedoch: Um die Fallzahlen zu senken, braucht es eine Reduktion der sozialen Kontakte.
Darunter leiden vor allem oft ältere Menschen, die zu den Risikogruppen gehören. Aus Rücksicht und um sie zu schützen, hält man Abstand.
Den Kontakt zu ihren Freunden wollen junge Menschen, wie Kevin Rudolf, jedoch nicht ganz abbrechen, sofern es gesetzlich erlaubt ist. Für die Jugend ist der Kontakt zu Gleichaltrigen ein sehr wichtiger Bestandteil des Lebens.

Leichter fällt es Menschen mittleren Alters damit umzugehen. Der Freundeskreis ist oftmals nicht mehr so groß und Freunde seien ohnehin oft auch mit Einschränkungen konfrontiert. Daher empfinden viele Erwachsene das Abstandhalten zu Freunden nicht als großes Defizit.
Strenger werde das private Leben in London kontrolliert. Hier sind sogar Besuche von Verwandten verboten. Die Bevölkerung spioniere sich teilweise regelrecht gegenseitig aus und melde Verstöße bei der Polizei, erzählt eine Security-Angestellte, die in London arbeitet. Außerdem dürfen sich dort nur Gruppen bestehend aus maximal sechs Leuten und unter Einhaltung des Mindestabstands treffen.
Auch an der BHAK/BHAS Kitzbühel wurden entsprechende Maßnahmen getätigt: Grundsätzlich findet der Unterricht – wie inzwischen in allen Oberstufen – fast ausschließlich online statt. Schularbeiten dürfen noch vor Ort geschrieben werden – jedoch nur unter Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen.

Die heutige Technik ist eine große Hilfe
Auch die Übungsfirma findet teilweise vor Ort statt, manche Schülerinnen und Schüler arbeiten auch hier im Homeoffice und können dank moderner Technik trotzdem per Live-
stream dabei sein. Überhaupt hilft die Technik dabei, in Kontakt zu bleiben und der Krise zu trotzen - zum Glück! ChSt, HeNi

Bild: Online-Kommunikation als EINE Möglichkeit, die örtlich eingeschränkte Unterrichtszeit optimal zu überbrücken.

 
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