15.07.2017
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„Ja“ zu olympischen Spielen 2026

Tirol, Hochfilzen | Eine Woche lang hatten die Kitzbüheler Anzeiger Leser die Möglichkeit, im sozialen Netzwerk Facebook über eine mögliche Bewerbung für Olympia 2026 abzustimmen. „Zunächst sprachen sich viele dagegen aus, die Stimmung änderte sich aber schnell. Am zweiten Tag der Umfrage herrschte Gleichstand und dann überwogen die Befürworter“, berichtet die Kitzbüheler Anzeiger Online-Redaktion. Am Freitagvormittag stand das Endergebnis mit 59 Prozent für die Olympischen Winterspiele dann fest.

„Wir wurden auf Herz und Nieren geprüft“
Dass sich die Mehrheit für Olympia 2026 aussprach, überrascht  den Hochfilzner Bürgermeister Konrad Walk nicht. „Auch mich braucht man nicht mehr überzeugen“, schmunzelt der Bürgermeister. Hochfilzen wäre als Austragungsort für die Biathlonbewerbe angedacht.  Bei der Sportstättenbesichtigung sei Hochfilzen bereits auf Herz und Nieren geprüft worden, erzählt der Dorfchef. „Wir konnten mit unseren Erfahrungen punkten, schließlich haben wir auch die Weltmeisterschaft reibungslos organisiert“, betont Walk.
Der Bürgermeister spricht sich klar für Olympia 2026 in Tirol aus. „Die Austragung ist eine riesige Chance für uns. Die olympischen Spiele waren in Tirol der Startschuss für die touristische Entwicklung und sind wichtig für die zukünftigen Positionierungen“, so Walk.

TVB-Obfrau Bettina Geisl sagt  klar „Ja“
Auch Bettina Geisl, Obfrau des Tourismusverbandes Pillerseetal, setzt sich, wie viele andere Touristiker, für eine Austragung ein: „Das Konzept ist sehr gut, denn es werden bestehende Anlagen genutzt. Es wird zu keinen unnötigen Neubauten kommen – deshalb gibt es von mir ein klares Ja zu olympischen Spielen“. Hochfilzen habe sich als Austragungsort von der WM bereits bewährt. „Ich bin mir sicher, dass die Anlagen auch olympia-fit sind“, so Geisl. Die Obfrau sieht in der Austragung eine Chance für die Region. „Klar ist es auch eine Herausforderung, aber so eine Chance für unsere Region und für ganz Tirol muss genutzt werden“, betont Geisl.
Von einer Chance für Tirol sprechen auch Josef Margreiter, Geschäftsführer der Tirol Werbung und Alfons Parth, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Tiroler Tourismusverbände. „Wir können ein Zeichen in der Welt setzen, das ist eine Jahrhundertchance“, meint Mario Gerber, Fachgruppenobmann der Hotellerie in der Wirtschaftskammer.

Im Herbst werden die Tiroler befragt
Trotz der vielen positiven Stimmen im Vorfeld, wirklich abgestimmt über eine Bewerbung für die olympischen Winterspiele wird erst im Herbst. Am 15. Oktober, zeitgleich mit den Nationalratswahlen, werden die Tiroler zu den Urnen gerufen.

Welche Chancen hat Tirol?
Nachdem die olympischen Winterspiele mit Pyeongchang  2018 und 2022 in Peking nun zwei Mal in Asien ausgetragen werden, rechnet sich Karl Stoss, Chef des österreichischen olympischen Komitees, gute Chancen aus, wie er in den Medien zitiert wird. Ebenfalls Interesse an einer Bewerbung haben bislang Calgary (Kanada), Lillehammer (Norwegen), Sapporo (Japan), Sion (Schweiz), Almaty (Kasachstan) und Erzurum (Türkei) geäußert.
Die Spiele werden im Sommer 2019 vergeben. Spätestens dann werden wir wissen, ob das olympische Feuer zum dritten Mal in Tirol entfacht wird. Johanna Monitzer

 
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