15.03.2018
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Interski-Bewerbung übergeben

Kitzbühel möchte im Jahr 2023 Gastgeber des „Interski-Kongresses“ sein. Die Inspektion der Verantwortlichen vergangene Woche fiel positiv aus.

Kitzbühel | Vergangene Woche nahm eine Delegation der Interski International drei Tage lang die Gamsstadt unter die Lupe. Wie bereits mehrfach berichtet, bewirbt sich Kitzbühel um die Austragung des „Interski Kongresses“ im Jahr 2023.

Die Delegation, allen voran Interski-International-Präsident Erich Melmer, zeigte sich begeistert. Unter dem Dach der Interski International vereinigen sich die Verbände der Schneesportlehrer aus aller Welt. Die Institution hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Schneesportwesen weltweit zu fördern. Alle vier Jahre findet ein Kongress statt, in dessen Rahmen nicht nur Themen wie Skilehrmethodik und Skitechnik diskutiert werden. Auch Ski-Demonstrationen stehen auf dem Programm. Gerechnet wird mit bis zu 2.500 Teilnehmern.

„Seit mehr als 120 Jahren ist der Skisport zentraler Bestandteil Kitzbühels, so liegt uns auch dessen Zukunft natürlich am Herzen“, begründet die TVB-Präsidentin, Signe Reisch, die Bewerbung der Kitzbüheler, als vergangene Woche die Unterlagen übergeben wurden. Zwar steht das genaue Budget noch nicht fest, die Kosten dürften aber bei bis zu zwei Millionen Euro liegen. Die Entscheidung über den Austragungsort 2023 fällt übrigens im nächsten Jahr beim Kongress in Bulgarien.

FPÖ fordert Offenlegung

Scharfe Kritik übt FPÖ-GR Alexander Gamper. Er ortet eine „In-sich-Gesellschaft“ für ausgesuchte Funktionäre ohne besondere Breitenwirkung. Die Kosten stünden in keiner Relation zu dem, was der Kongress im Gegenzug bringen soll, ist er überzeugt. Er, Gamper, frage sich, ob Bgm. Klaus Winkler in die Planung mit eingebunden wurde oder ob das ein weiterer Alleingang des Bergbahn-Chefs Josef Burger ist. Er fordert die volle Offenlegung der Gesamtkosten und eine Diskussion im Gemeinderat.

„Es ist eine touristische Veranstaltung, Beteiligung durch die Stadt gibt es keine“, betont Bgm. Klaus Winkler. Bei der Bergbahn habe der Vorstand zu entscheiden, ob die Veranstaltung zum Wohle des Unternehmens sei.

„Diese Kritik stößt bei mir auf Unverständnis, ich brauche keine politischen Zurufe. Die Stadt-FPÖ soll sich um ihre eigenen Aufgaben kümmern“, sagt Signe Reisch. Josef Burger erklärt dazu: „Ich erachte es für zweckmäßig, wenn Funktionsträger ihrer Verantwortung im jeweiligen Kernaufgabengebiet nachkommen, Politiker in politischen Angelegenheiten und Touristiker für die nachhaltige touristische Entwicklung.“ Der Mandatar sei offensichtlich fehl informiert, so Burger. Der positiven Einstellung zum Kongress liege ein einstimmiger Beschluss des Aufsichtsrates der Bergbahn auf Antrag des Vorstandes vom 15. September 2016 zugrunde. „Es kann nach dem Zuschlag vorsorglich eine Rücklage von 300.000 Euro gebildet werden, wobei die Freigabe von allfälligen Mitteln einer gesonderten Entscheidungsfindung obliegt,“ klärt Burger auf. Margret Klausner

Bild: Die Kitzbüheler  Manfred Hofer (r.), TVB-Präsidentin Signe Reisch, Bergbahnchef Josef Burger (2.v.l.) und KSC-Generalsekretär Jan Überall (hinten 1.v.l.) übergaben die Bewerbungsunterlagen an die Interski-Delegation.  Foto : Klausner

 
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