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22.07.2016
News  
 

In zehn Minuten war der Spuk vorbei

St. Johann, Fieberbrunn, Hopfgarten | „So einen Sturm habe ich wirklich noch nie erlebt“ – meinten viele St. Johanner am Dienstagabend vergangener Woche, nachdem ein Gewittersturm mit voller Wucht nicht nur über die Marktgemeinde, sondern über die gesamte Untere Schranne des Bezirks hinwegbrauste. Bereits zwei Tage vorher fegte ein starkes Gewitter über Hopfgarten. Die Grafenweger Landesstraße musste aufgrund mehrerer umgestürzter Bäume stundenlang gesperrt werden, in Hopfgarten selbst kam es zu einem Erdrutsch. Ein Haus war dabei direkt betroffen. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Am Dienstag brach dann das Unwetter gegen 17 Uhr über die Untere Schranne herein – der Verkehr kam auf der Bundesstraße kurzzeitig komplett zum Erliegen. Innerhalb von nur 15 Minuten war der Spuk zwar wieder vorbei, hinterließ aber verwüstete Gärten, blockierte Straßen, abgedeckte Häuser und unter Wasser stehende Keller. „Es waren in etwa die Hälfte der Feuerwehren des Bezirkes im Einsatz“, informiert Bezirksfeuerwehrkommandant Karl Meusburger, „der Sturm hat eine richtige Schneise gezogen.“ Laut St. Johanns Feuerwehrkommandant Ernst Stöckl mussten allein in St. Johann zahlreiche Straßen von Bäumen befreit werden. „Auf einer Zufahrtsstraße im Ortsteil Winkl war es besonders schlimm, da konnten wir auch nichts machen. Da musste ein Forsttrupp her“, schildert Stöckl. Stundenlang dauerten die Aufräumarbeiten dann auch noch an.

„Alles in allem sind wir aber mit einem blauen Auge davon gekommen“, bilanziert BFK Meusburger. Der Bezirk sei in den letzten Jahren vor so schweren Unwettern glücklicherweise verschont geblieben. Der letzte schwere Sturm sei mit „Kyrill“ vor vier Jahren gewesen. „Damals hat es den Bereich Going, Ellmau und Scheffau getroffen“, erinnert sich der Feuerwehrchef, dem jedoch gerade angesichts solcher Stürme, die, glaubt man den Wetterexperten, eher mehr als weniger werden, Sorgen plagen. Es werde immer schwieriger, genügend Einsatzkräfte gerade untertags in den Orten zu bekommen. „Und das betrifft nicht nur die kleinen Dörfer, sondern auch die großen Feuerwehren“, weiß Meusburger. Es gäbe inzwischen bereits viele Firmen auch im Bezirk, die ihre Mitarbeiter, die bei der Feuerwehr sind, im Einsatzfall nicht mehr freistellen. Andererseits gäbe es natürlich auch positive Beispiele –  so gäbe es auch Arbeitgeber, für die es selbstverständlich ist, ihre Mitarbeiter im Einsatzfall gehen zu lassen und dass diese dafür nicht Urlaub nehmen müssen. Das aber sei selten. Er hoffe , dass es in dieser Sache dann doch bald eine gesetzliche Regelung geben wird. Darüber werde auch schon seit Längerem diskutiert. Margret Klausner

 
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