29.12.2017
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In den Galerien der Welt zuhause

Der St. Johanner Maler entwickelte einen unverwechselbaren Malstil. Ausstellungen in New York, London, Barcelona und  Paris werden mit seinen Werken bestückt. Wie man es schafft, in der internationale Kunstszene Fuß zu fassen, erzählt Rudolph Pigneter im Gespräch.

2017 haben Sie in Galerien in London, Paris, Barcelona und Wien ausgestellt – wie kommt man dorthin?
Eine Grundvoraussetzung für einen anhaltenden Erfolg in der Kunstszene ist sicher, dass man als Maler eine gewisse Beständigkeit aufweisen kann und einen Wiedererkennungswert kreiert. Als Maler sollte man authentisch bleiben und sich zugleich aber auch weiterentwickeln.
Um in großen Galerien ausstellen zu können, steckt viel Organisations- und Netzwerkarbeit dahinter. Ausstellungen, wie ich sie weltweit mache, benötigen jeweils eine Organisationszeit von rund eineinhalb Jahren.

Bleiben wir gleich bei Paris. Dort haben Sie im Herbst das erste Mal ausgestellt.
Ja, ich habe im Oktober im Carrousel du Louvre, der größten französischen Kunstmesse meine Bilder präsentiert. Innerhalb von drei Tagen haben 35.000 Menschen die Messe besucht – ein unglaubliches Erlebnis!

Malen Sie für solche Ausstellungen spezielle Bilder?
Ich habe eigentlich generell das Glück, dass meine Bilder im Ausland gut ankommen. Die Menschen wollen wieder bodenständige Malerei sehen, auf denen man ein Motiv erkennen kann. Meine abstrakt, gegenständlichen Arbeiten liegen derzeit gut im Trend.

Wie lange malen Sie an einem Bild?
Da ich in der klassischen Ölmalweise arbeite, brauche ich für ein Bild durch die Trocknungszeit zwischen den verschiedenen Arbeitsgängen im Schnitt ca. drei Monate. Als Grundlage verwende ich meist Themen aus unserer Region. Gerade male ich an einem Bild, das ein Bauernehepaar zeigt. Der Duktus dieses großformatigen Bildes ist expressionistisch angelegt, wobei ich das Wirkliche reduziere. Malen ist weglassen.

Seit 15 Jahren sind Sie auch Vorstand des Künstlervereins Kitz Art.
140 internationale Künstler gehören dem Verein an, dessen Hauptaufgabe es ist, junge Künstler zu fördern und Ausstellungen in renommierten Galerien sowie internationalen Kunstmessen zu organisieren. Dabei vergeben wir auch  jährlich den „Kitz Award“, einen Kunstpreis, an aufstrebende, herausragende Künstler. Dieser Kunstpreis feiert bereits sein 6-jähriges Jubiläum und wird bei europäischen Galerien und Sammlern schon als Gradmesser für kreative Künstler bewertet.

In welchen Städten würden Sie noch gerne ausstellen?
Ich komme gerade aus Miami, wo ich zu einem Informationsgespräch über Ausstellungsmöglichkeiten bei der Art Miami eingeladen wurde. Hier haben wir für Dezember eine Ausstellung fixiert. Im Frühjahr war ich in Moskau und St. Petersburg von Galerien eingeladen, wobei ich St. Petersburg wirklich interessant finde. Ich hatte bereits ein Angebot von der österreichischen Botschaft in Tokio. Die Botschaft befindet sich allerdings in einem abgesperrten Viertel. Ich möchte, dass meine Kunst für alle zugänglich ist. Generell habe ich eine permanente Ausstellung in der Galerie Kitz Art in Kitzbühel im Medienhaus des Kitzbüheler Anzeigers, in der ich meine neuesten Werke präsentiere.
Johanna Monitzer 

 
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