11.11.2018
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Image der Bäuerinnen verbessern

Die Bäuerinnen der Region St. Johann richteten am vergangenen Sonntag den 60. Bäuerinnentag aus. Inzwischen gibt es in allen Gemeinden im Bezirk wieder eine Ortsbäuerin.

St. Johann | Der Kaisersaal in St. Johann stand am vergangenen Sonntag ganz im Zeichen der Bäuerinnen. Nach der Messe in der Pfarrkirche, zelebriert von Dekan Johann Trausnitz, konnte Bezirksbäuerin Helga Brunschmid zum bereits 60. Bezirksbäuerinnentag nicht nur hunderte Landwirtinnen begrüßen, auch zahlreiche Ehrengäste waren der Einladung gefolgt. Neben dem „Hausherren, Bürgermeister Stefan Seiwald, konnte Brunschmid u.a. auch LAbg. Josef Edenhauser, die Landesbäuerin Resi Schiffmann sowie die Kammerobmänner Josef Hechenberger (Land) und Josef Heim (Bezirk) begrüßen.

Die Beraterin der Bäuerinnen in der Kammer, Marie-Theres Filzer, zog eine erfolgreiche Bilanz über das abgelaufene Jahr. Unter anderem leisteten die Bäuerinnen Aufklärungsarbeit in den Schulen. Bei insgesamt 100 Schulstunden wurden 1.500 Volksschüler über die heimische Landwirtschaft aufgeklärt. Mit viel Begeisterung nahmen viele Bäuerinnen auch an der „Grill Pool Challenge teil“.

„Reden wir über Milch“

Ebenfalls wurden zahlreiche Lehrfahrten organisiert, besonders am Herzen liegt Helga Brunschmid jedoch das gemeinsam mit Leader gestartete Projekt „Reden wir über unsere Milch“. Die im Frühjahr gestartete Initiative soll mithelfen, die Öffentlichkeit besser über die Produktion und Wichtigkeit von Milch aufzuklären.

Die Bezirksbäuerin wünscht sich auch eine bessere Vernetzung der Bäuerinnen untereinander, daher wurde der inzwischen 60. Bezirksbäuerinnentag auch unter das Motto „Landwirtschaft verbindet – Vernetzung schafft Neues“ gestellt.  „Wir haben seit Jänner in allen Gemeinden im Bezirk wieder eine Ortsbäuerin“, freut sich Brun­schmid. Um gerade das Vernetzungsthema zu intensivieren, stehen noch im November Schulungen auf dem Programm, die vor allem die Ortsbäuerinnen besuchen sollen. „Ausreden gelten nicht“, betonte die Bezirksbäuerin. Die persönlichkeitsbildenden Motivationsseminare können auch die Stellvertreterinnen besuchen oder vielleicht auch eine Bäuerin, die auch erst in Zukunft eine Aufgabe übernimmt.

Für sich selber sprechen

Für Brunschmid steht fest, „dass wir etwas für unser Image tun müssen.“ Die Bäuerinnen müssten für sich selber sprechen, denn andere würden es nicht tun, appellierte die Funktionärin an ihre Kolleginnen, sich  hier selber zu präsentieren. Zu einer kurzen Interviewrunde holte Brunschmid LAbg. Josef Edenhauser, Kammerpräsident Josef Hechenberger und natürlich auch Landesbäuerin Resi Schiffmann auf die Bühne. Diese appellierte an die Bäuerinnen, sich selbst zu hinterfragen: „Was können wir? Wo liegen unsere Stärken?“ – so sollten die Fragen lauten.

Sie habe manchmal das Gefühl, dass die Bäuerinnen in den Gemeinden oft nur dann geholt würden, wenn es um das leibliche Wohl ginge. Das sei zu wenig. Josef Hechenbeger ist überzeugt, dass die Bäuerinnen oft einen anderen Blickwinkel hätten, als ihre männlichen Kollegen. Daher sei ihm ihre Meinung auch wichtig, „denn nicht nur in der aktuellen Tierwohldebatte, sondern auch in anderen Dienstleistungsbereichen braucht es einen anderen Zugang!“ Edenhauser hingegen gab den Zuhörerinnen einen kurzen Einblick in die Landespolitik.

Bevor es zum gemütlichen Teil überging, wartete auf die Bäuerinnen eine besondere Festrednerin. Elke Pelz-Thaller aus Ingolstadt (Bayern) gilt als „Mentalbäuerin mit Humor“, die mit ihrem Vortrag unter dem Motto „Arbeiten mag ich – Erfolg liebe ich“ nicht nur für Lacher sorgte, sondern auch zum Nachdenken anregte. Margret Klausner

Bild: Bezirksbäuerin Helga Brunschmid holte Tirols Landesbäuerin Resi Schiffmann, Bezirksbauernobmann LAbg. Josef Edenhauser sowie den Präsidenten der Tiroler Landwirtschaftskammer, Josef Hechenberger (v.r.), auf die Bühne. Foto: Klausner

 
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