21.11.2020
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Im Aubad bleibt alles beim Alten

Derzeit ist das Baden im Fieberbrunner Aubad nicht erlaubt. Wenn der Lockdown beendet ist, dann wird wieder aufgesperrt. Jedoch nur im Winter, denn an der derzeitigen Regelung wird bis auf Weiteres festgehalten. Die nötige Sanierung des Bades wurde vorerst verschoben.

Fieberbrunn | Sprichwörtlich auf dem Trockenen sitzen zurzeit die Badegäste. Aufgrund des Lockdowns sind die Hallenbäder zu, wann im Dezember wieder aufgesperrt werden kann,  ist ungewiss. In Fieberbrunn ist eines klar: Das Aubad wird weiterhin im Winter geöffnet haben. Mit Beginn am 1. Oktober bis zum Saisonschluss im März. Trotz Freibecken wird das Bad im Sommer zugesperrt. Nach der Begehung des Gemeinderates vor vier Wochen ist in der jüngsten Sitzung über das vorläufige Ergebnis berichtet worden.

Investitionen liegen bei 2 Millionen Euro
Bürgermeister Walter Astner zeigte den aktuellen Stand auf. „Es sind Investitionen von zwei Millionen Euro nötig“, sagt er und ergänzt, dass dabei die Trockenlegung des Kellers, Fenstersanierung und Wärmedämmung gemeint sind. Unterstützt werden die Aufwendungen derzeit von den verschiedenen Fördermöglichkeiten, beispielsweise dem Energiesparfonds sowie Covid-Investitionsfonds. „Abzüglich der Förderungen lägen die Sanierungskosten bei rund 1 Millionen Euro“, schätzt Astner.

Vom Kommunalinvestitionsprogramm bekommt die Marktgemeinde 450.000 Euro, die für das Bad verwendet werden können und in der Kostenschätzung bereits abgezogen sind. Das Geld kann aber auch für andere Infrastrukturmaßnahmen wie Radweg, Breitbandausbau etc. verwendet werden. Wenn die Entscheidung für eine Renovierung im nächsten Jahr getroffen würde, dann muss es schnell gehen.

Zeitdruck bei schneller Sanierung
Für kommendes Jahr steht man laut Astner bereits unter großem Zeitdruck: „Die Bauarbeiten sollten nach Ostern gestartet werden und bereits im Oktober fertig sein. Die Ausschreibungen müssten bereits jetzt erfolgen.“
Im Vorfeld konnte sich ein Großteil des Gemeinderates jedoch nicht durchringen, die Sanierungskosten zu unterstützen. „Die Unsicherheit ist zu groß“, sagt der Bürgermeister, außerdem ist die langfristige Unterstützung ungewiss. Mit dieser Sanierung wäre noch nicht Schluss, denn in ein paar Jahren steht der Innenraum mit den Sanitäranlagen an.

Keine schnelle Entscheidung
Keine Eile hat man im Gemeinderat mit einer klaren Entscheidung ob das Bad renoviert oder zugesperrt wird. Gedanken darüber wird sich der neue Gemeinderat machen müssen. Gewählt wird 2022, eine vorherige Entscheidung schließt Astner aus. Damit ist ein Wahlkampfthema schon klar.
Beschlüsse mussten in der jüngsten Sitzung keine gefällt werden, da die derzeitige Vereinbarung mit Winterbetrieb aufrecht bleibt. Auch sonst meldete sich kein Mandatar zu Wort.

Aufmarsch überzeugte Mandatare nicht
Auch der Aufmarsch von 200 Fieberbrunnern vor einem Monat, die um den Fortbestand des Bades kämpfen und eine Sommeröffnung forderten, konnte die Mandatare nicht überzeugen. Inititator Heinz Luhbach zeigte sich in einer ersten Reaktion enttäuscht: „Es ist meines Erachtens ein Wahnsinn, dass nichts getan wird.“ Er und seine Mitstreiter haben in den vergangen Wochen viel Zuspruch erhalten und zahlreiche Unterschriften gesammelt. „Die Ressonanz ist rießengroß“, erklärt Lubach und freut sich über die Zustimmung quer durch alle Bevölkerungsschichten. „Besonders viele Senioren sind aktiv geworden“, sagt er.

Lockdown zum Nachdenken nutzen
Lubach will sich nun die Zeit nehmen, um zu überlegen, wie es nach dem Lockdown weitergehen soll. Eines ist klar, die Unterschriften werden noch bei der Gemeinde abgegeben. Verena Mühlbacher

Bild: Vor einem Monat marschierten 200 Fieberbrunner für den Fortbestand des Bades auf und  taten ihren Wunsch mit einem Plakat kund: Das Bad soll erhalten bleiben. Foto: Mühlbacher

 
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