22.06.2016
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Ich wünsche mir eine Oma!

Für Kinder sind Großeltern wichtige Bezugspersonen. Das Projekt „Wunschoma“ bringt ältere Menschen, die Zeit haben, mit Familien zusammen.

Bezirk | Auch bei uns im Bezirk leben viele Familien und Alleinerziehende weit entfernt von den Großeltern oder Oma und Opa stehen noch voll im Berufsleben. Gleichzeitig gibt es viele ältere Menschen, die ihre Zeit gerne mit Kindern verbringen möchten. Hier setzt nun das neue Projekt „Wunschoma“, ein kooperatives Leader Projekt der Regionen Kitzbüheler Alpen, regio3 und KUUSK in Zusammenarbeit mit der KAPA Kinderstube, der freiwilligen Patenschaft Tirol und dem katholischen Familienverband, an.

„Seit 2015 arbeiten wir an der Umsetzung des Projektes im gesamten Unterland. Jetzt befinden wir uns in der Startphase“, erklärt Regional-Managerin Barbara Loferer. Loferer kennt das Projekt aus dem benachbarten Pinzgau, wo Wunschomas schon seit Jahren erfolgreich vermittelt werden.

Eine Wunschoma ist keine Haushaltshilfe

Eine Wunschoma oder auch ein Wunschopa soll die Eltern im vereinbarten Stundenausmaß entlasten. „Es handelt sich dabei meist um 3 bis 4 Stunden pro Woche, wo mit den Kindern gespielt oder etwas unternommen wird“, erklärt Alexandra Höck, die u.a. für die Region Brixental zuständig ist. Eine Wunschoma stellt jedoch keinen Erzsatz für eine Tagesmutter oder eine andere Betreuungseinrichtung dar und ist auch keine Haushaltshilfe.

Erfahrungen einer Wunschoma

Helga Modersbacher aus Kufstein engagiert sich mittlerweile seit sechs Jahren als Wunschoma und betreut derzeit vier Familien. „Das ist einfach so gewachsen und es macht mir nach wie vor sehr viel Freude. Es entstehen Verbindungen auf Lebenszeit“, erzählt Modersbacher.

Pädagogische Schulung und Erste Hilfe Kurs

Um den Neo-Omas den Start zu erleichtern, werden kostenlos pädagogische Weiterbildungen und Erste Hilfe Kurse angeboten. Wunschomas sind auch während ihrer Tätigkeit unfall- und haftpflichtversichert. Was eine Wunschoma für ihr Engagement erhält ist Vereinbarungssache. „Ob und wie eine Gegenleistung ausschauen könnte, ist eine Sache, die mit der jeweiligen Familie vereinbart wird. Wir fungieren lediglich als Verbindungsstelle und mischen uns hier nicht ein“, erklärt Höck.

Infoveranstaltungen in St. Johann & Hopfgarten

Wunschomas sowie Familien, die sich eine Oma wünschen, können sich unter www.wunschoma.at informieren. „Wir laden vorab zu einem Gespräch ein, wo wir die Erwartungen und Wünsche abklären. Dann werden passende Familien bzw. Omas gesucht“, erklärt Höck. Am 13. Juli und am 17. August wird von 15 bis 16 Uhr über das Projekt „Wunschoma“ auch in der KAPA Kinderstube in St. Johann informiert. In Hopfgarten finden die Informationsveranstaltungen am 22. Juni und am 6. Juli von 9 bis 11 Uhr im Büro des Regionalmanagements statt.
„Jeder, der sich informieren möchte, ist herzlich willkommen. Wir freuen uns schon auf viele neue Omas und Opas“, so Höck.
Johanna Monitzer

Bild: Kinder vermissen oft ihre Großeltern und viele ältere Menschen wollen gerne ihre Zeit mit Kindern verbringen – hier setzt das Projekt „Wunschoma“ an. Im Bild Wunschoma Helga Modersbacher mit ihren Schützlingen. Foto: Berger

 
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