11.01.2020
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„Ich will mit Musik etwas Gutes tun“

Zum ersten Mal mit klassischer Musik kam Matthias Kendlinger bei einem Bezirksmusikfest in Berührung. Heute gastiert er mit seinen K&K Philharmonikern in den renommiertesten Konzerthäusern der Welt. Das Dirigieren brachte sich der aus Schwendt stammende Musiker übrigens selbst bei.

Herr Kendlinger, können Sie uns etwas über Ihre allererste Begegnung mit Musik erzählen?
Meine ersten Begegnungen mit Musik waren einerseits die Hintergrundmusik (Oberkrainermusik) bei Skiveranstaltungen an unserem kleinen Skilift und andererseits Proben meines Vaters in unserer Stube mit einem Trio für den Tiroler Abend in Schwendt.
Meine allererste unbewusste Begegnung mit „Klassik“ war die Feldmesse bei den Bezirksmusikfesten, wo man die „Schubert-Messe“ gemeinsam spielte.

Wann haben Sie sich entschieden, eine Karriere als Musiker einzuschlagen?
Das kann ich jetzt nicht mehr sagen. Ich habe mich nie für eine Karriere entschieden, sondern ich will einfach gute und auch neue Musik zu möglichst vielen Menschen bringen. Ich will mit Musik etwas Gutes tun.

Ich habe gelesen, Sie haben das Dirigieren quasi autodidaktisch erlernt - ohne klassische musikalische Ausbildung?
Ja! Nach einer Einladung von Prof. Leopold Hager in die Musikuniversität Wien (einige Stunden als Zuhörer mit Vordirigat in der Dirigentenklasse) wusste ich, dass mein Weg wirklich mein einzigartiger Weg sein muss.

Wie würden Sie Ihren Zugang zur klassischen Musik beschreiben?
Ehrlich, ernsthaft und aus tiefster Überzeugung.

Sie gastieren mit den von Ihnen gegründeten K&K Philharmonikern in den renommiertesten Häusern, wie der Elbphilharmonie in Hamburg, spielen aber jedes Jahr auch Konzerte im Bezirk. Wie wichtig ist es Ihnen, in Ihrer Heimat zu spielen?
Es sind für mich und unsere Musiker jedes Jahr besondere Auftritte, die wir nicht missen wollen.

Sie nehmen sich  am 16. Jänner Zeit für ein Benefizkonzert in Kirchberg. Welche Rolle spielen für Sie solche Projekte?
Benefizkonzerte sind für uns sehr, sehr wichtig. Aus Dankbarkeit wollen wir gerne für die, denen es nicht so gut geht, etwas davon zurückgeben, was uns gegeben wird.
Ich freue mich auf das Konzert in Kirchberg, welches mein Sohn Maximilian dirigieren wird.

Wenn die Leute kommen, um die K&K Philharmoniker zu hören, was glauben Sie wird sie am meisten an der Musik beeindrucken?
Ich denke die ehrliche Spielfreude, die Qualität und der Spass in Kombination.

Wie Sie schon erwähnt haben, tritt Ihr Sohn Maximilian bereits in Ihre Fußstapfen – wie wird es musikalisch mit Ihren Projekten weitergehen?
Maximilian hat 2019 als nur 20-jähriger Dirigent die 6. Symphonie von Beethoven als Debüt-CD eingespielt. Das ist - denke ich - ein hoch beachtlicher Grundstein, für das was man von ihm noch erleben darf.
Ich selbst widme mich derzeit sehr intensiv meiner eigenen Musik (Eigenkompositionen) und deren Umsetzung. Johanna Monitzer

Wie der Vater, so der Sohn: Maximilian tritt bereits in die Fußstapfen von Matthias Kendlinger. Am 16. Jänner gastieren die „K&K Philharmoniker“ für ein Benefizkonzert in Kirchberg. Foto:  Ascher

 
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