14.11.2018
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IDUS – Integration durch Sport

Glänzende Kinderaugen, lachende Gesichter, fröhliche Teilnehmer und Begleitpersonen – diese Attribute gelten besonders zwei Mal im Jahr in St. Ulrich.

St. Ulrich | Ende September bei der diesjährigen Sommerveranstaltung für Menschen mit Behinderung kamen 45 Teilnehmer, geführt von ihren Begleitpersonen und durften im Rahmen einer Wanderung am Ufer des Pillersees ihre Geschicklichkeit in Sport und Spiel beweisen.

Veranstalter dieses im deutschsprachigen Raum einzigartigen Events, für vor allem mental behinderten Personen, ist der ortsansässige und gemeinnützige Verein IDUS – Integration durch Sport.

In einem Gespräch mit der Obfrau Maayke Lodewijks und ihrer Vorgängerin Monika Atzl wird klar, welche wichtige Arbeit die Mitglieder dieses Vereins verrichten.

Inklusion durch Herzblut

„Fast jeder kennt in der heutigen Zeit die Lebenshilfe, die sich mit beherzter Arbeit als Wegbegleiter um Menschen mit Behinderung kümmert. Dadurch können diese im Bereich ihrer Möglichkeiten und in einem begleiteten Rahmen ein erfüllteres Leben führen. Aus den Aktivitäten einiger Betreuer in ihrer Freizeit entstand 2001 der Verein IDUS. „Inklusion wird seit damals bei unseren Veranstaltungen gelebt!“ beschreibt die langjährige Obfrau Atzl den Leitfaden der Vereinstätigkeiten.

Vor allem greifbar wird diese Aussage bei den zwei jährlichen Veranstaltungen, den „Winterspielen“ und der „Sommergaudi“.

Diese Winterspiele fanden erstmals 2001 statt und beinhalten Skifahren, Langlauf und Eisstockschießen. Frau Lodewijks erzählt: „Knapp 100 Teilnehmer aus Südtirol, Bayern und ganz Österreich reisen mit ihren Begleitern an, um ihr Können zu zeigen und Spaß zu haben.“ Das Besondere daran ist, dass dabei die Teilnehmer bei den einzelnen Disziplinen nicht von ihren Betreuern, sondern von freiwilligen Personen ohne Beeinträchtigung begleitet werden, und somit die angesprochene Inklusion versinnbildlicht wird.  Nicht der Erfolg, sondern das Miteinander steht im Vordergrund. Somit ist es auch keine Überraschung, dass es keine Sieger und kein Siegespodest gibt – jeder Teilnehmer ist ein Gewinner und bekommt einen Pokal.

Die sogenannte „Sommergaudi“ wurde im Jahr 2008 initiiert und feiert somit ihr zehnjähriges Jubiläum. Diese festliche Veranstaltung besteht vor allem aus Geschicklichkeitsspielen. Der diesjährige Höhepunkt war ein „Riesenwuzzler“, der Sport, Spiel und Geschicklichkeit verbindet. Der Ausklang  mit Kaffee und Kuchen wurde untermalt mit guter Stimmungsmusik, die so manchen das Tanzbein schwingen ließ.

„Keines der aktiven Vereinsmitglieder hat einen persönlichen Bezug zu Menschen mit Behinderung, aber alle helfen bei Bedarf unentgeltlich und als Folge ihrer inneren Werte“, schildert Monika Atzl. Die Beweggründe reichen von: „Danke,  dass es mir und meiner Familie gut geht!“ bis: „Man bekommt viel mehr zurück, als man gibt!“  

Mittlerweile ist auch kein aktives Mitglied des Vereins angestellt bei der Lebenshilfe. Es ist bemerkenswert, wie dieser Verein ohne viel Öffentlichkeitsarbeit im Stillen arbeitet und damit sehr vielen Menschen – ob mit oder ohne Beeinträchtigung – ein Lächeln auf die Lippen zaubert. GA, Bild: Sommergaudi 2018. Foto: IDUS

 
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