21.11.2020
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Hundeverein bald ohne Platz

Seit März 2007 nützt der Verein „Hundefreunde Hopfgarten“ ein Areal in der Unterwindau für die Trainings. Nun wurde seitens der Marktgemeinde Hopfgarten der Pachtvertrag nicht mehr verlängert. 115 Tierfreunde und ihre Vierbeiner haben bald keinen Platz mehr, um den Tieren Auslauf zu gewähren und zu trainieren.

Hopfgarten | Wie lange es den Verein „Hundefreunde Hopfgarten“ noch geben wird, steht in den Sternen, denn der Pachtvertrag wurde seitens der Marktgemeinde Hopfgarten aufgekündigt. „Die Gemeinde braucht das Grundstück selbst, daher ist eine Verlängerung nicht möglich“, kommentiert Bürgermeister Paul Sieberer die Vorgangsweise kurz und bündig.

115 Mitglieder bei den Hundefreunden
Nach der Vereinsgründung im Jahr 2004 konnte der Verein 2007 ein Trainingsgelände auf einem Grundstück der Marktgemeinde Hopfgarten in der Unterwindau errichten. „Wir haben alles selbst finanziert und gebaut“, erzählt Gerit Sappl, die Obfrau des Vereins. In den Platz wurden mehr als 10.000 Euro investiert. Auf der Anlage mit fünf Plätzen arbeiten 115 Vereinsmitglieder mit ihren Hunden, zudem werden noch Kurse von einer Trainerin angeboten. Darüber hinaus kann das Gelände auch als Freilaufzone genutzt werden.

Nach mündlicher Zusage gab‘s die Kündigung
„Wir haben uns zeitnah um eine Verlängerung bemüht. Bereits 2017 führte ich die ersten Gespräche mit Bürgermeister Paul Sieberer darüber. Damals versicherte er mit, dass dies problemlos und zeitnah erfolgen wird“, blickt Sappl zurück. Es kam jedoch anders. Der 2008 abgeschlossene Vertrag auf unbestimmte Zeit wurde aufgekündigt. Wie jedoch die Gemeinde das 6.000 Quadratmeter große Areal künftig nutzen will, ist der Obfrau des Vereins noch ein Rätsel. „Gebaut werden darf auf diesem Grundstück nichts, denn darunter befindet sich eine alte Müllhalde“, erzählt Sappl.
Die Diskrepanzen mit einem entfernten Nachbarn sieht Sappl als einen der Mitgründe, warum der Vertrag aufgekündigt wurde. „Wir haben mit allen Nachbarn, mit einer Ausnahme, ein gutes Einvernehmen. Durch den Hundeplatz kommt es auch nicht zu einer Lärmbelästigung. Es gibt hier nicht mehr Hundegebell als im Dorf“, sagt Sappl.

Hunde werden alltagstauglich
Die Obfrau ist stolz auf die geleistete Arbeit in ihrem Verein: „Wir haben alles alltagstaugliche Hunde rausgebracht, die friedlich bleiben.“ Bei den Hopfgartner Hundefreunden wird nicht nur die Unterordnung trainiert (dabei geht es um die klassischen Kommandos), sondern auch das Sozialverhalten der Tiere, in dem sie sich nach der Trainingsarbeit auf einem separaten Platz sich mit ihren Artgenossen austoben dürfen. „Dabei lernen aber auch die Hundehaltern ihr Tier zu lesen und an der Körpersprache des Hundes zu erkennen, ob es sich um Spiel und Streit handelt oder wann man als Hundehalter eingreifen muss“, erzählt Sappl.
Die Hundefreunde Hopfgarten hoffen, dass sie zeitnah ein passendes Ersatzgrundstück finden, damit sie auch weiterhin mit ihren Hunden arbeiten können. Elisabeth M. Pöll

Bild: Die Mitglieder der Hundefreunde Hopfgarten haben bald kein Trainingsgelände mehr. Foto: privat

 
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