12.04.2020
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Home-Schooling bis Mitte Mai

Das Home-Schooling wird noch bis Mitte Mai fortgesetzt, dies teilte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Montag mit. Matura und Lehrabschlüsse können unter strengen Auflagen durchgeführt werden.

Bezirk | Der normale Schulalltag kehrt auch nach den Osterferien nicht zurück. Voraussichtlich bis Mitte Mai werden die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen mit Home-Schooling vertiefen und auch neue Themen erarbeiten. Bei der Pressekonferenz der Bundesregierung am Montag kündigte Bundeskanzler Sebastian Kurz an, dass Matura und Lehrabschluss unter strengen Auflagen durchgeführt werden können. Details dazu werden von Bildungsminister Heinz Faßmann bekanntgegeben.

„Wollen bestmöglichen Unterricht bieten“
„Wie sieht der Unterricht nach Ostern aus?“, diese Frage stellen sich nicht nur Eltern und Kinder, sondern auch Tirols Bildungslandesrätin Beate Palfrader, die mit ihrem Team unter Hochdruck optimale Lösungen ausarbeiten will. Besonders betroffen sind jene Kinder, denen ein Schulwechsel bevorsteht, wie zum Beispiel die Volksschüler, die in das Gymnasium oder in die NMS wechseln, oder die 14-Jährigen, die sich auf eine höhere Schule oder eine Lehre vorbereiten wollen und müssen.

„Wir haben uns hier natürlich an die Vorgaben des Bildungsministeriums zu halten. Unser Ziel ist es, den bestmöglichen Unterricht anzubieten und daran arbeiten wir mit Hochdruck“, versichert Palfrader, die sich nach der Rückkehr in die Schulen Unterricht in Kleingruppen vorstellen kann. Dabei sollen für die „Schul-Wechsler“ eigene Gruppen geschaffen werden und sie nach ihren Bedürfnissen weiter unterrichtet und gefördert werden. „Die Kleingruppen werden notwendig sein, damit die bisher gesetzten Maßnahmen nicht umsonst sind“, sagt Beate Palfrader.

Das Home-Schooling läuft sehr gut

„Die Schulgemeinschaft lebt nun e-learning“, sagt die Bildungslandesrätin. Während in den Wochen bis zu den Osterferien noch das Wissen vertieft wurde, gilt es, nach den Ferien den Wissenserwerb zu ermöglichen. „Das Home-Schooling läuft sehr gut. Jedes Kind ab 15 Jahre hat eine eigene tsn-Adresse. In Tirol gibt es über 28 Millionen Zugriffe auf das Schulnetzwerk tsn. Über diese E-Mail-Adresse steht der Schüler in Kontakt mit seinen Lehrern“, gibt Palfrader einen Einblick. Der neue Unterricht stellt aber nicht nur für die Kinder und Lehrer eine Herausforderung dar, sondern auch für die Eltern, bei denen sich Palfrader besonders bedanken will: „Es ist eine Herausforderung für die Eltern, den Unterricht mit ihren Kindern so weiterzuführen, aber sie tragen damit auch zur Gesundheit aller bei. Es braucht für das Home-Schooling die Schulen und Lehrer, aber auch die Eltern.“

Digi-Check startet
Mit dem Digi-Check will man seitens des Landes die technische Voraussetzung der Schüler für das Home-Schooling überprüfen und bei Bedarf die Eltern bei der Anschaffung eines Tablets oder Computers mit einer Förderung unterstützen.
Die digitale Bildungsoffensive, die das Land Tirol 2018 gestartet hat, ist nun goldes Wert.
„Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Infrastruktur- und IT-Ausstattung mit digitalen Lehr- und Lernlaboren. Ziel ist es, alle Tiroler Schulen bis 2023 auszustatten. Die Zahlen können sich sehen lassen.  Bereits im ersten Schuljahr wurden 785 Klassen mit IT-Infrastruktur ausgestattet. 2019/20 folgten 64 Schulen mit insgesamt 537 Klassen. Für das diesjährige Schuljahr haben sich 127 Schulen mit insgesamt 754 Klassen für Bildung 4.0 angemeldet“, berichtet Beate Palfrader.
Elisabeth M. Pöll

Die Klassenzimmer bleiben voraussichtlich bis Mitte Mai leer. Foto: Adobe Stock

 
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