10.06.2016
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Hoffnung für Rio lebt noch

Die ersten drei Weltcuprennen sind Geschichte – das Bangen um einen Olympiastartplatz geht weiter.

Kirchberg | Perfekt vorbereitet, hoch motiviert und voller Zuversicht ging Lisi Osl beim ersten Cross-Country-Weltcuprennen im australischen Cairns an den Start. Nach einem „Plattfuß“ am Rad fiel die Kirchberger­in von Rang 15 an die 21. Stelle zurück, an der sie das Rennen beendete.

Mit steigendem Druck, vielen negativen Gedanken im Kopf und der damit verbundenen fehlenden Lockerheit reiste Lisi Osl mit dem Nationalteam zur Europameisterschaft nach Schweden. Ein Rennen zum Vergessen, welches sie leider nicht beenden konnte.

Enttäuschung in Albstadt

Auch der anschließende Weltcup in Albstadt (Deutschland) verlief für die Heeressportlerin nicht wie erhofft. Lisi Osl beendete das Rennen sehr unzufrieden und verunsichert auf einem enttäuschenden 46. Platz: „Leider haben die österreichischen Frauen momentan keinen Startplatz für Olympia. Es besteht noch ein kleiner Hoffnungsschimmer, sollte eine andere Nation ein Startrecht nicht wahrnehmen. Andererseits gestehe ich mir aber auch ein, dass ich mich mit meiner momentanen Leistung de facto nicht für Rio empfohlen habe.“

Aufwärtstrend in La Bresse

Bei Sonnenschein, aber schlammigen Bedingungen fand das dritte Weltcuprennen in La Bresse (Frankreich) statt. Am Ende eines technisch schwierigen Rennens stand als Ergebnis ein 20. Platz zu Buche, welcher Lisi Osl zufrieden und erleichtert stimmte: „Der 20. Rang mag zwar nicht so überragend klingen, aber die Konkurrenz bei den Damen rückt immer enger zusammen. Für mich war besonders wichtig, dass ich mich wieder gut gefühlt habe und endlich wieder gegen die anderen Mädels und nicht gegen mich selbst ein Rennen fahren konnte. Mein großer Dank gilt dem gesamten Ghost Factory Racing Team und allen Sponsoren, die immer sensationelle Arbeit leisten und mich toll unterstützen“.

Weltcuppause und KitzAlpBike

Mit diesem Ergebnis in La Bresse blickt Lisi Osl nun zuversichtlich und mit einem guten Gefühl in die anstehende kurze Weltcuppause. Voller Motivation startet die Mountainbikerin in einen wichtigen Trainingsblock mit ein paar kleineren Rennen, unter anderem ihrem Heimrennen „KitzAlpBike“. Weitere Höhepunkte sind dann die Weltmeisterschaften Anfang Juli in Nove Mesto/Tschechien und gleich darauf der Weltcup in Lenzerheide/Schweiz. „Ich freue mich sehr auf die anstehenden Aufgaben, insbesondere natürlich auf mein Heimrennen, dem ‚KitzAlpBike‘ und ich werde vor heimischen Publikum wie immer mein Bestes geben“, blickt Lisi Osl motiviert und optimistisch auf die nächsten Wochen.

Und wer weiß, vielleicht klappt es ja doch noch mit dem Start bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro 2016. Zu wünschen wäre es der sympathischen Sportlerin.

Bild: Das Bangen um einen Olympiastartplatz geht bei Lisi Osl weiter.
Foto: Armin Küstenbrück

 
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