17.06.2020
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Hoffen auf positiven Bescheid

Die Trailrunner können auf Bewerbe hoffen. Für den KAT100 im Pillerseetal ist Veranstalter Thomas Bosnjak zuversichtlich, den Event abhalten zu können und hofft auf eine behördliche Genehmigung. Guter Hoffnung ist man auch in Kitzbühel, dass der dritte Gamstrail im September stattfinden darf.

Fieberbrunn, Kitzbühel | Von 6. bis 8. August steht der KAT100 im Pillerseetal am Programm. Bei dieser Trailrunning-Veranstaltung werden Bewerbe über die Distanzen von 8,5 km (Easy Trail), 24,6 km (Speed Trail), 61,8 km (Marathon Trail), 91,5 km (Endurance Trail) und die Königsdisziplin von 173,7 km den KAT100 Miles, abgehalten.

Umfangreiches Sicherheitskonzept
Bei der Premiere im Vorjahr waren 500 Teilnehmer am Start – die Erwartungen für 2020 diese Zahl deutlich zu überschreiten waren hoch. Doch der Lockdown und Verordnungen in der Corona-Krise bremsten den Veranstalter ein. „Wir haben bereits Anfang Mai ein Sicherheitskonzept nach den damaligen Verordnungen ausgearbeitet, um die Veranstaltung abhalten zu können. Man kann nicht auf die Entscheidungen warten, man muss aktiv werden und der Regierung entgegen gehen“, sagt Veranstalter Thomas Bosnjak, der auch Obmann der Austria Skyrunning & Trailrunning Association ist.

Das erste Sicherheitskonzept hielt sich noch an die strengen Auflagen und wurde der letzten Verordnung, die am 28. Mai bekannt gegeben wurde, entsprechend adaptiert. „Wir haben das überarbeitete Sicherheitskonzept dann gleich an die Behörden weitergeleitet und hoffen nun auf eine Genehmigung“, erzählt Bosnjak, der für den KAT100 im Pillerseetal aber guter Dinge ist, denn bereits der erste Entwurf fand bei den Behörden Zuspruch. Durch die laufenden Änderungen der Vorgaben, heißt es für den Veranstalter immer wieder „zurück an den Start“. Bosnjak wünscht sich hier mehr Planungssicherheit.

Ausreichend Abstand und Hygienemaßnahmen
Die Einhaltung des Mindestabstandes ist beim Trailrunning möglich, denn es wird nicht wie bei Straßenläufen in Gruppen gelaufen. „Das ist aufgrund der Gegebenheiten am Berg, mit den schmalen Wegen, schon gar nicht möglich. Da wird hintereinander gelaufen, aber nicht nebeneinander“, sagt Bosnjak. Im ausgearbeiteten Konzept werden auch die Hygienevorschriften berücksichtigt. Bei den Trailrunner, war es bereits vor den Corona-Zeiten üblich, das jeder Läufer seinen eigenen Becher mitträgt – dies wurde zum Umweltschutz eingeführt. „Der Wasserhahn wird an der Labestation von einem Helfer bedient, womit die Hygienevorschriften eingehalten werden“, erzählt Bosnjak. Zudem kann sich der Veranstalter auch vorstellen, dass die Läufer ihre eigene Schüssel für die Verpflegung mitnehmen und die gewünschten Snacks von den Helfern mit einer Zange in die Schüssel gegeben werden. „Beim Athleten-Briefing kann man alle Teilnehmer auf diese Auflagen hinweisen – auch darauf, dass im Bereich der Labestationen ein gewisser Abstand einzuhalten ist“, erzählt Bosnjak.

Der Mindestabstand kann auch am Eventgelände eingehalten werden. „Nach der Zielankunft halten sich die Teilnehmer nicht lange am Gelände auf. Zudem ist der Bereich mit dem Expo-Gelände und den Verpflegungsständen weitläufig. Für den Start kann sich Veranstalter Thomas Bosnjak auch einen „Blockstart“ vorstellen, bei dem jeweils nur 100 Läufer zeitgleich das Rennen in Angriff nehmen, während der weitere Block abseits des Startbereichs auf seinen Einsatz wartet.
Der KAT100 wäre die erste Trailrunning-Veranstaltung des Jahres in Österreich. „Das wirkt sich natürlich positiv auf die Teilnehmerzahl aus. Zudem wurde eine internationale Großveranstaltung in Chamonix abgesagt, die ein ähnliches Höhenprofil und Streckenlängen wie der KAT100 hat“, erzählt Bosnjak.

Positives Signal für andere Veranstaltung
Ein positiver Behördenbescheid würde sich auch auf andere Trailrunning-Veranstaltungen auswirken, ist Bosnjak überzeugt. Das von ihm ausgearbeitete Sicherheitskonzept könnte auf jede Veranstaltung umgemünzt und angewendet werden.
Mitte September steht mit dem dritten Gamstrail ein weiteres Trailrunning-Event in Kitzbühel am Programm. Seitens der Veranstalter ist man positiv gestimmt, dass der Lauf über die Kitzbüheler Südberge abgehalten werden kann. Bis zum 19. September wird es aber sicherlich noch einige Änderungen für die Auflagen geben. Elisabeth M. Pöll

Foto: Für den KAT100 hofft man auf einen positiven Bescheid der Behörden. Foto: Bodingbauer

 
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