25.11.2018
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Höherer Stellenwert für Frauen

Er hat Tradition seit Mitte der 1980er-Jahre: der Bildungstag des Wintersteller Schützenbataillons.

Brixen  | Damals von Otto Wendling ins Leben gerufen, führte der jetzige Bildungsoffizier Christian Hopfensperger die Tradition weiter. „Heuer ist es bereits das zehnte Mal, dass ich diesen Tag organisiere, der alle zwei Jahre stattfindet“, freute sich Hopfensperger.

Nach dem Festgottesdienst  wurde sofort mit der Arbeit begonnen. Die Veranstaltung wird jedes Mal unter einem anderen Motto organisiert. Heuer standen die elf Leitthemen im Mittelpunkt. Unter dem Titel „Nachdenken über uns“ haben sich die Tiroler Schützen ein Jahr lang in intensiven Diskussionen und zahlreichen Arbeitssitzungen gewissenhaft mit brennenden, aktuellen Themen auseinandergesetzt und diese elf Leitthemen erarbeitet.

Im Rahmen des Bildungstages stellte der stellvertretende Landeskommandant Christian Meischl die Leitmotive vor, die von sozialem Engagement, über Bildung bis hin zu Tracht und Brauchtum reichen. Auch das Thema Frauen im Tiroler Schützenwesen sowie die Jugendarbeit oder auch die Kommunikation spielen eine große Rolle.

Leitmotive lebendig werden lassen

Christian Hopfensperger referierte unter dem Titel „Wie kann man die elf Leitmotive in den Schützenkompanien lebendig werden lassen bzw. umsetzen?“. Viele Kompanien hätten heute akute Nachwuchsprobleme, andere Vereine in den Orten seien eine „übermächtige Konkurrenz“, so Hopfensperger. Es müsse möglich sein, die Schützen wieder als lohnenswerte Alternative zu anderen Vereinen zu etablieren. Die elf Leitmotive sollten hier eine Hilfe sein. Das soziale Engagement solle sich z.B. nicht nur auf die Kirche beschränken, sondern auch in Kultur-, Sozial- und Umweltbereich gelebt werden.

„Wichtig erscheint es auch, sich vom rechten Gedankengut klar zu distanzieren. Bei heimattreuen paramilitärischen Vereinen ist die Gefahr nämlich sehr groß, dass sie ins rechte Eck gestellt werden, daher ist die Aufklärung und eine klare Abgrenzung sehr wichtig“, betonte der Bildungsoffizier. Er fordert die Schützen auch auf, die Bildungsarbeit zu intensivieren, nicht nur innerhalb der Kompanien, sondern auch bei geeigneten Veranstaltungen. Auch die Themen Tracht, Brauchtum, Festkultur oder auch die richtige Vorgehensweise beim Exerzieren sprach Hopfensperger an.

Ein Leitmotiv betrifft die  Wertschätzung der Frauen im Schützenwesen. Dieses gelte es laut Hopfensperger zu hinterfragen. Das müsse selbstverständlich sein. Frauen sind im Schützenwesesn von großer Bedeutung, „auch als Frauen mit Waffen“, scheut Hopfensperger die Diskussion nicht. Auch dem Thema Kommunikation ist ein Punkt gewidmet, den er als sehr wichtig erachtet. Am Ende seines Referates entspann sich dann noch eine lebendige Diskussion, bevor Bezirkskommandant Hans Hinterholzer die Veranstaltung schloss und betonte, „dass ich  sehr stolz bin, dass ich diesem Bataillon vorstehen darf“. Margret Klausner

Bild: Diskutierten über die elf Leitmotive: Bat.-Komm. Hans Hinterholzer, Ehrenmajor Josef Pockenauer, LKdt. Stv. Christian Meischl, Bildungsoffizier Christian Hopfensperger sowie Alt-Viertelkommandant Hans Steiner (v.l.). Foto: Klausner

 
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