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20.05.2019
News  
 

Höhepunkt im „Festival“-Kalender

Ein großes Rufezeichen setzt die Wirtschaftskammer Kitzbühel alljährlich gegen das Fragezeichen, das bei Jugendlichen und deren Eltern hinter der Frage steht: „Welchen Beruf soll ich wählen“?

Kitzbühel  | Beim diesjährigen Berufsfestival wurden wieder Schüler der 7. Schulstufe aus dem gesamten Bezirk Kitzbühel eingeladen. Über 400 Jugendliche kamen und holten sich die Information ab. Auch die Wirtschaft nützte sehr gerne die gebotene Plattform: 15 Unternehmen präsentierten 30 Berufsmöglichkeiten „in der Praxis“.

Das Festival dient nicht nur als Entscheidungshilfe für die Schülerinnen und Schüler, es soll langfristig auch gegen den immer noch starken Facharbeitermangel angehen. „In Tirol fehlen 20.000 Fachkräfte“, weiß der Obmann der Wirtschaftskammer Kitzbühel, Klaus Lackner. In den vergangenen Jahren sanken die Lehrlingszahlen immer weiter ab: So ergriffen nur 40 Prozent der Schulabgänger diese Chance. Mit Bewusstseinsbildung und Modernisierung in Sachen Lehre schaffte man schließlich den Umschwung. Aktuell werden im Bezirk Kitzbühel 1.037 Lehrlinge in 405 Lehrbetrieben ausgebildet. Meilensteine sind für Klaus Lackner unter anderem die neu geschaffenen Lehrberufe, die generell ausgezeichneten Karrierechancen mit Lehre sowie die neuen Entwicklungsmöglichkeiten – Stichwort Lehre mit Matura bzw. Lehre nach der Matura.

Imageschub durch eigene Kampagne

Das Berufsfestival umfasst immer auch einen Elternabend, denn natürlich ist die Familie ein wichtiger Faktor in der Entscheidungsfindung. Wie das andere Familien lösen, das erzählt seit Neuestem die Videokampagne „Meimadl, Meibua“. Unterstützend wirkt auch der Talentecheck, der den Schülerinnen und Schülern Auskunft über ihre Stärken gibt.

Übrigens soll künftig niemand mehr auf dem Weg verloren gehen. So sollen Schulabbrecher ab September die Möglichkeit erhalten, einen Abschluss an der Polytechnischen Schule nachzuholen, auch wenn sie an der höheren Schule ausgestiegen sind. „Es ist sehr positiv, dass diese gesetzliche Möglichkeit geschaffen wurde“, unterstreicht Bettina Ellinger (Tiroler Schulaufsicht). Sie bekannte klar sich zu den bestehenden PTS-Standorten im Bezirk: „Die Anmeldungen an den Polytechnischen Schulen steigen“, freut sich Ellinger.

Durch die neuen gesetzlichen Möglichkeiten erhält die Lehre entschieden mehr Dynamik. Das Feld ist dabei ohnehin größer, als so mancher vielleicht denkt. In Tirol gibt es über 150 Berufsmöglichkeiten mit der Lehre, im Bezirk sind es über 90. „80 Prozent aller Lehrlinge sind sehr zufrieden mit dieser Wahl“, schildert Klaus Lackner. Dass Lehrlinge und Fachkräfte gefragt sind, zeigte sich auch im Rahmen des Berufsfestivals: Die anwesenden Firmen zeigten sich von ihrer besten Seite. Elisabeth Galehr

Bild: Die Schülerinnen der Tiroler Fachberufschule Kitzbühel hatten alles im Griff.

 
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