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12.05.2019
News  
 

Heribert Bachmann ist 85

Die Familie und der Sport haben im Leben von Heribert Bachmann den höchsten Stellenwert. Am 6. Mai vollendete der ehemalige Gründungsobmann und nunmehrige Ehrenobmann des Kitzbüheler Triathlonvereines sein 85. Lebensjahr.

Kitzbühel | Gemütliches Wandern oder Spazierengehen ist nicht so seine Sache. Heribert Bachmann erkennt man schon von weitem an seinem dynamischen Laufschritt, den er auch jetzt, im Alter von 85 Jahren, nicht ablegt, wenn er mit Hündin Cindy beinahe täglich vom Kitzbüheler Horn oder vom Hahnenkamm abwärts unterwegs ist. Langsam gehen könne er nicht, auch wenn er danach fix und fertig sei, erklärt er schmunzelnd. „Ich laufe immer, und dabei schau‘ ich auch auf die Zeit. Das kann ich mir nicht mehr abgewöhnen.“

Die Familie ist sein größtes Glück

Am 6. Mai 1934 geboren, wuchs Heribert Bachmann in der Hadergasse (Ehrenbachgasse) von Kitzbühel in bescheidenen Verhältnissen auf. 1954 trat er in den Dienst der ÖBB ein, die zu jener Zeit händeringend nach Mitarbeitern suchten. Die Bezahlung war damals schlecht, wie Bachmann erzählt, trotzdem habe er sich für den sicheren Arbeitsplatz im Staatsdienst entschieden. 35 Jahre lang war er beim Stellwerk beschäftigt; die Bahnstrecke zwischen Kundl und Hochfilzen ist ihm daher bestens vertraut.  

Als persönlichen „Lottosechser“ bezeichnet Heribert Bachmann seine Ehefrau Isolde, die er 1959 vor den Traualtar führte, sowie die drei Kinder Lisa, Annemarie und Manfred. Nicht minder stolz ist er auf seine fünf Enkelkinder, für die der begeisterte Opa immer ein offenes Ohr hat. Treffpunkt und Anlaufstelle für die gesamte Familie ist das gemütliche Heim der Bachmanns in der Webergasse.

Sportlicher Allrounder, Starter bei WM und EM

Langlaufen, Triathlon, Tischtennis, Tennis und Marathon: Jede einzelne dieser Disziplinen hat Heribert Bachmann begeistert, wie erfolgreich ausgeübt; bis heute ist er im Tischtennisverein aktiv, wo er auch noch die Meisterschaften bestreitet. Spielte er in der Jugend vorwiegend Fußball, so habe er relativ spät, erst mit Ende 30, den Langlaufsport für sich entdeckt, schildert er schmunzelnd. „Das kann ich auch, habe ich mir gedacht, als ich damals Franz Puckl auf seinen Langlaufskiern beobachtet habe.“

Bachmann nahm das Training auf und konnte schon wenig später Erfolge im nordischen Skisport feiern, wobei die Teilnahme an der Senioren-WM 1988 in Seefeld einen Höhepunkt bedeutete.

Über Sohn Manfred machte er in den 1980er-Jahren Bekanntschaft mit einer damals jungen Sportart, dem Triathlon, von dem er sogleich angetan war. Mit Teilnahmen an den Europameisterschaften in Stockholm (1995) und in Funchal (1999) feierte er in dieser Disziplin seine größten Erfolge. Als passionierter Läufer startete er darüber hinaus bei zahlreichen Marathons.

1988 gehörte Heribert Bachmann zu den Mitbegründern des Kitzbüheler Triathlonvereines. Dies war der Auftakt für eine lange Reihe von erfolgreichen Wettkämpfen mit internationalem Starterfeld am Schwarzsee. Als erster und langjähriger Obmann war er dafür unermüdlich im Einsatz; nicht nur, was die Abwicklung der Veranstaltungen, sondern auch die Suche nach Sponsoren betraf. In seine „Amtsperiode“ fiel auch die Neugründung des Vereines Ende der 1990er-Jahre mit dem Beginn der erfolgreichen Weltmeisterschaftsserie. Als Ehrenobmann hilft er bis heute bei jedem Event tatkräftig mit.  

In seiner Heimatstadt kennt man den Jubilar nicht nur als sportlich Aktiven, sondern seit 54 Jahren auch als ambitionierten Plakatierer. Hin und wieder kann es allerdings passieren, dass er erst nach Stunden nach Hause kommt, ohne seine Plakate losgeworden zu sein. Dann, so Bachmann, habe er sich im Stadtl „verratscht“. 
 
Ehrungen, Auszeichnungen und sportliche Erfolge will er nicht extra erwähnen, seinen halbrunden Geburtstag nicht groß feiern, sagt Heribert Bachmann bescheiden. Zwei familiären Ereignissen blickt er aber schon jetzt mit großer Vorfreude entgegen: dem 60. Hochzeitstag mit Gattin Isolde sowie der Geburt des ersten Urenkels.   
Alexandra Fusser

Bild: Heribert Bachmann schätzt das warme Platzerl an der Hauswand. Als „Kaltleidiger“ (Originalzitat) genießt er jeden Sonnenstrahl. Foto: Fusser

 
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