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06.08.2019
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„Hatte nie anderen Beruf am Schirm“

Elisabeth Templeton ist Bundessiegerin der Damenkleidermacher. Im Gespräch mit dem Kitzbüheler Anzeiger resümiert sie über das Handwerk, die Tracht und die Traditionen, die dahinter stehen.

Westendorf, Kitzbühel
Wie war der Weg zum Schneiderhandwerk?
Seit der Hauptschule hat mich schon alles fasziniert, was kreativ mit der Hand zu tun hat – Stricken, Häkeln ... Ich habe schon mit meiner „Godi“ viel genäht. Ich habe dann ein Praktikum bei Prader gemacht und eines bei einer Trachtenschneiderin in Kirchbichl. Da bin ich total darin aufgegangen. Schließlich habe ich bei Sportalm noch ein Praktikum absolviert, die mir dann gleich eine Stelle angeboten haben. Ich hatte eigentlich nie einen anderen Beruf auf dem Schirm.

Wie sind in dieser Profession die Entwicklungsperspektiven?
Es geht in alle Richtungen – z.B. Design oder mit Studium in Richtung Schnittmacher.

Speziell in der Region Kitzbühel gibt es ja eine große Tradition in der Trachtenschneiderei.  Kann man da seiner Kreativität freien Lauf lassen?
Bei der richtig originalen Tracht gibt es Richtlinien, die man bewahren muss. Aber ja, bei modischen Dirndln kann man sich ausleben. Es gibt hier zwei Schienen, die ausgeprägt sind.

Wie war die Teilnahme am Bundeswettbewerb?
Es ging über drei Stunden. Wir mussten einen Rock mit Leistentasche nähen und einfüttern. Ich wusste ungefähr, was kommt, ich habe mich aber nicht wirklich vorbereitet. Ich dachte mir: Ich gebe auf jeden Fall mein Bestes und schaue, wie weit ich komme. Natürlich ist das Können dabei, aber bei so einem Wettbewerb geht es auch viel darum, wie man sich an diesem Tag fühlt.

Was kann man jungen Menschen raten, die sich für das Schneiderhandwerk interessieren?
Schnuppern, Schnuppern Schnuppern. In der Schule sieht man nicht so gut, wie man als Schneider vorgeht. Sicher gibt es welche, die da stärker sind. Aber Schnuppern ist auf jeden Fall das A und O. So kann man sehen, ob einem das taugt, oder nicht.

Wie war der persönliche Ausbildungsweg?
Ich habe drei Jahre Damenschneiderin gelernt und noch ein halbes Jahr Herrenschneider. Ich möchte noch fester in der Verarbeitung werden und einmal den Meister machen.

Trägst du persönlich gerne Tracht?
Ja, persönlich trage ich sehr gerne Tracht!

Wie bewusst ist man sich der großen Geschichte?
Ich möchte die Tradition weiter aufrecht erhalten. Sie hat eine eigene Handschrift, jedes Dirndl der Region hat sie. Ich unterscheide immer in „Modedirndl“ und traditionelles Dirndl.

Wie wichtig ist dir das Handwerk?
Es ist so ein schöner Beruf. Weil du selber etwas für dich machen kannst. Du hast immer ein Werkstück in der Hand, das du selbst geschaffen hast. Man geht aus der Firma hinaus weiß, dass man etwas gefertigt hat, von dem man sagen kann: das habe ich gemacht!
Interview: Elisabeth Galehr

Elisabeth Templeton. Foto: Galehr

 
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