06.09.2020
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Hagertal-Planung ist vergeben

Die Firma „Flußbau IC“ aus Villach hat die Ausschreibung für die Planungen des Hochwasser-Schutzprojektes gewonnen. Vorerst wird evaluiert.
Kirchdorf, Erpfendorf | Hinter den Kulissen wird seit Jahren mit Hochdruck gearbeitet, jetzt sind die Verantwortlichen für die anstehenden Baumaßnahmen im Hagertal zwischen Erpfendorf und Kössen einen gr0ßen Schritt weiter. „Das Land hat die Planungen für das Projekt an die Firma Flußbau IC vergeben“, freut sich der Obmann des Hagertal-Ausschusses über diese Nachricht aus Innsbruck. Das Projekt war EU-weit ausgeschrieben worden, die Villacher machten das Rennen.

Schon seit Jahren ist der Bau der Hochwasserschutzmaßnahmen Thema in Kirchdorf sowie in Kössen. Wie mehrfach berichtet, war das Hochwasser 2013 in Kössen der Auslöser für die Überlegungen, im Hagertal Überflutungsflächen zu schaffen, um bei einem erneuten Hochwasser gerüstet zu sein. Bereits vor sechs Jahren wurde eine Studie erstellt, die zwei Varianten beinhaltet. Zum einen wurde der Bau einer bis zu 20 Meter hohen Staumauer am Ende des Tales angedacht. Dieser Lösung können die Experten nicht viel abgewinnen, der zweiten Variante aber schon.

Laut Studie sollen Dämme erhöht werden
Demnach sollten entlang des Hagertals die Dämme erhöht werden. Im Falle einer Überflutung kann das Wasser an definierten Stellen überlaufen und auf die Felder, die als Retentionsraum dienen, rinnen. Unter anderem müsse die Erpfendorfer Landesstraße jedoch auch in diesem Fall weiter befahrbar sein und betroffene Häuser in diesem Bereich durch Schutzmaßnahmen gesichert werden. Bereits 2016 wurde das Agrarverfahren eingeleitet. 152 betroffene Grundeigentümern gilt es unter einen Hut zu bringen. Im eigens gegründeten Ausschuss sitzen jeweils zwei Vertreter aus Kössen, Waidring und Kirchdorf sowie die Bürgermeister von Kirchdorf und Kössen.

Nicht nur einmal wurde im Kirchdorfer Gemeinderat emotional über das Thema diskutiert. Dass die geplanten Retentionsräume weit in das Kirchdorfer Gemeindegebiet reichen sollen, ist für die Anrainer ein unmöglicher Zustand. Doch vorerst liegt nur eine Studie am Tisch, jetzt sind erst einmal die Planer am Zug.

„Es gibt auch noch weitere Überlegungen, ein Gemeinschaftsprojekt zu machen“, klärt Brunschmid auf. Demnach fehlen noch zwei Mosaiksteine im großen Schutzplan – zum einen geht es um eine Abflussmulde in Oberndorf, zum anderen um das Projekt Fieberbrunner Ache II (Almdorfer Brücke bis Gemeindegrenze).

„Es wird jetzt geprüft, ob es nicht möglich ist, hier etwas Gemeinsames zu machen und damit zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen“, informiert Brunschmid. Bis Ende 2021 sollen die Planungen vorliegen. Seit inzwischen vier Jahren läuft auch das Zusammenlegungsverfahren der Grundeigentümer. Auch hier bemüht sich Brunschmid um eine Einigung. Wann das Projekt tatsächlich umgesetzt wird, ist noch nicht klar. Margret Klausner

 
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