15.11.2018
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Gutachten für Stausee in Arbeit

Seit zwei Jahren wird über  die Zukunft des Stausees intensiv diskutiert. Jetzt wird ein Gutachten erstellt, um den Wert der Anlage festzustellen.

Kirchdorf | Vor rund zwei Jahren stand das erste Mal die Zukunft des Stausees und des dazugehörigen Kleinkraftwerks im Mittelpunkt zur Diskussion. Damals hieß es von Seiten der TIWAG, dass man hier rasch eine Lösung finden wolle. Entweder sei das Kraftwerk rückzubauen oder man wolle es verkaufen. Und rasch solle es gehen, erklärten die Verantwortlichen damals im Gemeinderat. Begründet wird das von der TIWAG zum einen mit dem desolaten Zustand des Kraftwerks – der ehemaligen Angermühle – zum anderen damit, dass aus rechtlichen Gründen auch keine Stauraumspülungen mehr möglich sind.

Bürgermeister Obermüller und sein Gemeinderat haben sich Gedanken gemacht und sind der Meinung, dass der idyllisch gelegene See sich auch gut für touristische Zwecke eignen würde. Immer wieder gab es Gespräche u.a. mit dem Besitzer des Stauseewirtes und anderen. Bisher ist allerdings nichts passiert. Im Gemeinderat fragte daher GR Martina Foidl, auch in ihrer Funktion als stellvertretende TVB-Geschäftsführerin, nach dem Stand der Dinge, da der Platz bzw. dessen Nutzung natürlich auch für den TVB von Interesse ist.

Konkrete Verhandlungen mit Kaufinteressenten

„Wir haben inzwischen eine gegenseitige Vertraulichkeitsvereinbarungen unterschrieben“, informierte Obermüller. Ein paar Informationen ließ er sich aber doch entlocken: „Wir sind derzeit mit einigen Interessenten im Gespräch, die die Anlagen kaufen und eventuell sogar erweitern möchten“, erklärte der Dorfchef. Überdies soll ein Gutachten in Auftrag gegeben werden, um den Wert der Anlage zu bestimmen. „Dann müssen wir entscheiden, ob wir als Gemeinde ein Angebot zum Kauf legen wollen oder nicht“, kündigt Obermüller an. Einen genauen Zeitpunkt gibt es noch nicht.

Wichtig zum Schutz der Gemeinde

Der Stausee – 250 Meter lang und 25 Meter breit – versandet zusehends und wird immer kleiner. Auch daher ist der Gemeinde daran gelegen, dass hier rasch etwas weitergeht. Angedacht ist, den See vom Geschiebe zu befreien, damit er wieder seine ursprüngliche Größe bekommt, außerdem soll die Stützmauer verbessert werden. Dafür aber muss jetzt über kurz oder lang eine Entscheidung getroffen werden.

Doch nicht nur als beliebter Erholungsort ist der Platz  den Kirchdorfern wichtig, der See und die angrenzende „Luigam“ spielen auch eine wichtige Rolle beim Hochwasserschutz für die Gemeinde. Doch jetzt, mit Erstellung des Gutachtens, dürfte doch nach zwei Jahren Diskussion etwas weitergehen. Margret Klausner

 
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