24.03.2018
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Grundbesitzer stellen sich quer

Rund 150 Grundbesitzer waren beim Verhandlungsmarathon für die Hochwasserschutzmaßnahmen in St. Ulrich dabei. Doch einige Waidringer sind noch nicht zufrieden.

St. Ulrich | Es war ein regelrechter Verhandlungsmarathon, der in St. Ulrich über die Bühne ging. Im Mittelpunkt standen die wasser-, naturschutzrechtlichen und forstrechtlichen Bewilligungen für die anstehenden Hochwasserschutzmaßnahmen nicht nur für St. Ulrich, sondern vor allem auch für Waidring. So sollen u.a. am Griesel- bzw. am Haselbach Dämme errichtet werden, überdies wird der Pillersee im Falle eines Hochwassers zum Retentionsbecken. Um den See zu steuern, ist ein automatisches Wehr geplant. Insgesamt dürfte sich das Projekt mit rund sechs Millionen Euro zu Buche schlagen.

„Geht es nach uns, sollte in der nächsten Niederwasserperiode mit dem Bau begonnen werden“, betont St. Ulrichs Bürgermeisterin Brigitte Lackner.

Mit den Verhandlungen fiel jetzt der definitive Startschuss für das Projekt. Rund 150 Grundeigentümer sowie etwa 30 Behördenvertreter trafen sich im Kultur- und Sportzentrum St. Ulrich und verhandelten über acht Stunden lang.

Fischer ist zufrieden

„Von St. Ulricher Seite aus bin ich mit dem Ablauf eigentlich sehr zufrieden“, betont GR Leonhard Fischer, der als Obmann das Wasserverbandes Haselbach-Grieselbach federführend beteiligt ist. Während jedoch mit den St. Ulricher Gundeigentümern alles glatt ging, spießt es sich bei einigen Grundeigentümern aus Waidring, weiß Fischer.

„Ich hoffe allerdings, dass die Probleme geklärt werden können. Gibt es keine Lösung, dann bin ich laut den Satzungen des Verbandes verpflichtet, das Projekt auch ohne Waidring umzusetzen“, stellt Fischer klar. Das Projekt würde geteilt und vorerst nur der Teil in St.Ulrich realisiert werden. „Das heißt aber natürlich nicht, dass die Maßnahmen in Waidring nicht umgesetzt werden. Sie werden dann einfach zu einem späteren Zeitpunkt gebaut“, klärt der Verbandsobmann auf.

Er hoffe jetzt darauf, dass der Waidringer Bürgermeister die Probleme mit den Grundbesitzern rasch lösen kann. „Die Zeit wird knapp, wir können daher nicht lange warten“, stellt Fischer den Waidringern die Rute ins Fenster. Waidrings Bürgermeister Georg Hochfilzer war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Margret Klausner

 
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