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30.10.2019
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Große Pläne für kleines Skigebiet

Es war vor allem die Zukunft des Kirchdorfer Skigebietes, welche die Besucher der Gemeindeversammlung interessierte. Pläne gibt es große, Investor aber keinen.

Kirchdorf | Der Dorfsaal platzte vergangene Woche aus allen Nähten, als der Kirchdorfer Gemeinderat eine Bilanz über die abgelaufenen drei Jahre zog. Und passiert ist vieles in dieser Zeit. Die Bevölkerungszahl wächst seit Jahrzehnten unermüdlich an. Inzwischen leben über 4.000 Menschen in Kirchdorf, Erpfendorf und Gasteig. In den letzten Jahren wurde viel Geld in die Infrastruktur investiert.

Doch es war vor allem ein Thema, das die Besucher interessierte – nämlich die Zukunft des Kirchdorfer Skigebietes. Wie mehrmals berichtet, ist die Liftgesellschaft immer wieder in finanzielle Turbulenzen geraten. Vor zwei Jahren hat Finanzreferent Florian Schluifer die Geschäftsführung übernommen und präsentierte jetzt die ehrgeizigen Pläne, die er gemeinsam mit einer ehemals deutschen Firma, die jetzt ihren Sitz in Singapur hat, ausgearbeitet hat. Demnach soll das „Projekt 365“ umgesetzt werden, das besonders spektakuläre Attraktionen zu bieten hat. Die Palette reicht vom „Mountain Flyer“, dem längsten „Schienengleiter“ der Welt, bis hin zur größten Freiluftschaukel Österreichs. Außerdem ist an der jetzigen Talstation eine Erlebnisgastronomie für 200 Personen vorgesehen. „Wir holen aber nicht Hollywood nach Kirchdorf. Alles wird in die Natur integriert. Wir stecken sehr viel Herzblut hinein“, betonte Florian Schluifer im Rahmen seiner emotionalen Präsentation.

Kostenpunkt: Rund zehn Millionen Euro

Wer die bezahlen  soll, wissen aber weder Schluifer, noch die Projektpartner. Denn Investor gäbe es noch keinen, räumt er ein. Die Suche laufe aber auf Hochtouren. Der Geschäftsführer ist optimistisch, dass im kommenden Jahr die Baumaschinen auffahren. Risiko soll es für Kirchdorf keines geben, demnach liegt die Finanzierung, die Errichtung und der Betrieb beim Projektpartner. Die Kirchdorfer stellen nur die Infrastruktur zur Verfügung.

Klappt es nicht, „brauchen wir eine andere Überlebensstrategie.“ Hier käme eine Koppelung an ein Großskigebiet ebenso wie die Verkleinerung der Anlage in Frage. Margret Klausner

Bild: Finanzreferent und Liftchef Florian Schluifer präsentierte bei der Gemeindeversammlung die Pläne für das kleine Kirchdorfer Skigebiet, das mit neuen Attraktionen durchstarten soll. Foto: Klausner

 
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