28.08.2017
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„Griss“ um die Grundstücke

Viele Bewerber wollen ein Baugrundstück in der Oberndorfer Dorfbachsiedlung ergattern.

Oberndorf | Stetig voran geht es bei der Erweiterung der Dorfbachsiedlung in Oberndorf. Die Erschließungsarbeiten sowie der Bau der neuen Zufahrtsstraße laufen auf Hochtouren. Für die Erschließung des 15.000 Quadratmeter großen Grundstückes hat die Gemeindeführung rund  eine Million Euro in die Hand genommen. In der letzten Gemeinderatssitzung wurden nun auch die Grundstückspreise für die Parzellen festgelegt.

Der Quadratmeterpreis sorgte zwar für Diskussionen, trotzdem sprachen sich am Ende alle Mandatare für den Preis von 190 Euro pro Quadratmeter aus. „190 Euro sind für mich die preisliche Obergrenze“, so Gemeinderat Christian Hopfensperger (VP). Der Tiroler Bodenfond hatte zuvor einen Preis von 187 Euro vorgeschlagen. „Die drei Euro Aufrundung sind, wenn man es hochrechnet, viel Geld“, gab auch GR Andreas Bombek (Liste GEO) zu bedenken.

Die Bewerberliste für die Parzellen ist lang

Die 20 Baugrundstücke werden von der Gemeinde vergeben. Für die Parzellen gibt es bereits zahlreiche Bewerber. „Zuerst werden wir die bestehende Bewerberliste abarbeiten, dann werden wir uns die neuen Bewerber anschauen“, erklärt Bürgermeister Hans Schweigkofler die Vorgangsweise.

Nicht jeder hat Chancen auf ein Grundstück

Da die Gemeinde Oberndorf strategisch sehr gut zwischen St. Johann und Kitzbühel liegt,  gibt es auch zahlreiche Bewerbungen aus den Umlandgemeinden. Grundstückswerber müssen aber einen Bezug zu Oberndorf haben, wie Bürgermeister Schweigkofler erklärt. So haben nur Bewerber einen Chance, die seit fünf Jahren ihren Hauptwohnsitz in Oberndorf haben, seit fünf Jahren in Oberndorf arbeiten oder insgesamt 10 Jahre lang einmal einen Hauptwohnsitz in Oberndorf hatten. „Für die Mitarbeiter des Egger Werks haben wir eine Sonderregelung eingeführt. Maximal 20 Prozent der Grundstücke gehen an Egger-Mitarbeiter“, erklärt der Bürgermeister. Das Egger Werk liegt zum Teil auf Oberndorfer Gemeindegebiet und ist der größte Arbeitgeber in der Region.

Die Grundstücke sollen im Herbst vergeben werden. „Die ersten Häuslbauer könnten dann schon im Frühjahr anfangen“, erklärt Schweigkofler. Auch die Reihenhausanlage der gemeinnützigen Wohnbaugesellschaft WE ist bereits auf Schiene, wie der Bürgermeister informiert. „Der Baubescheid ist erfolgt. Sie könnten also in naher Zukunft starten“, so Schweigkofler.

Pläne entstanden mit Bürgerbeteiligung

Die Pläne zur Erweiterung der Dorfbachsiedlung wurden mit reger Bürgerbeteiligung umgesetzt. Das Architekturbüro „Kleboth - Lindinger - Dollnig“ hielt eine Charrette ab, in der gemeinsam mit Experten geplant wurde. Die Bürger konnten ihre Vorschläge und Wünsche äußern. Die Häusermodelle sind allesamt so ausgelegt, dass insgesamt drei Einheiten in einem Haus Platz finden könnten. „Die Gebäude sind ‚enkelfit‘ – das heißt, dass an eine mögliche Aufstockung bereits im Vorhinein gedacht wurde“, erklärt Gerhard Dollnig. Im Endausbau könnten somit  auf den 20 Bauplätzen bis zu 60 Wohneinheiten entstehen.
Johanna Monitzer

Bild: Eine  neue Straße wird für die Erweiterung der Dorfbachsiedlung gebaut. Die Gemeinde Oberndorf investiert in die Erschließung rund eine Million Euro. Foto: Monitzer

 
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