21.05.2018
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Griesbach-Planung ist fertig

In den Startlöchern steht die Umsetzung des Schutzprojektes „Griesbach“ in Erpfendorf. Mit den Bauarbeiten soll noch heuer begonnen werden.

Kirchdorf, Erpfendorf |  Mit so viel Publikum hatte weder der Gemeinderat noch David Forstlechner gerechnet. Der Mitarbeiter der Wildbach-und Lawinenverbauung Unteres Inntal präsentierte dem Kirchdorfer Dorfparlament die Pläne für die Verbauung des Griesbaches. Der Bach selbst ist zwar grundsätzlich bereits verbaut, die bestehenden Anlagen müssen jedoch zum Teil erneuert und ergänzt werden, erklärt Forstlechner.

Bei diversen Untersuchungen, vor allem im oberen Teil des Griesbaches und auch beim Blaikenbach, haben die Wildbachverbauer die Überreste der alten Verbauung gefunden. Bereits im Jahr 1898 wurden die ersten Holzsperren errichtet. Der Wildbachexperte fand sogar noch handgeschmiedete Nägel, die damals verwendet wurden. Auch in der Zwischenzeit wurde der Bach immer wieder gezähmt. Nach der Erstellung des neuen Gefahrenzonenplanes steht jetzt aber fest, dass das Gewässer doch noch einmal massiv entschärft werden muss. Die Planungen für den Ausbau sind abgeschlossen.

Geplant sind u.a. die Optimierung des Mündungsbereiches Griesbach-Waldbach, die Absenkung und der Neubau der Vorsperren sowie die Sanierung und der Neubau von rund 260 Konsolidierungssperren in Holz und Beton im Grödinggraben, Ranggengraben, Blaikenbach und Rotmaisgraben, Vorkehrungen werden auch im Gretschengraben getroffen.

15 Jahre Bauzeit und 13,8 Millionen Euro

Das Wildbacheinzugsgebiet des Griesbaches beträgt übrigens 42,64 Quadratkilometer. Wie David Forstlechner erklärte, dürften die Bauarbeiten rund 15 Jahre dauern. Gestartet werden soll im oberen Bereich. Die Kosten für das Gr0ßprojekt liegen bei rund 13,8 Millionen Euro. Die Finanzierung teilen sich Bund, Land, Gemeinde, Landestraßenverwaltung und Großachengenossen schaft. „Wir haben sicher gut verhandelt, was unseren Anteil betrifft“, ist Bürgermeister Gerhard Obermüller überzeugt. Demnach trifft es Kirchdorf mit einem Gesamtanteil von 18 Prozent – rund 2,5 Millionen Euro. „Einige Verfahren sind ja noch offen, daher geht es heute nur um einen Grundsatzbeschluss“, betonte der Dorfchef.

Zu Wort kam in der Sitzung auch Peter Lusser, Sprecher der Anrainer des Rosenbühelswegs, die am meisten betroffen sind. „Wir haben es ja in den Jahren 2012 und 2013 gesehen, da sind wir immer mit einem blauen Auge davon gekommen, Wir sind glücklich, dass jetzt das Projekt vorliegt“, dankte Lusser und sprach auch eine Bitte aus. Die Anrainer würden sich wünschen, dass mit den Bauarbeiten im unteren Einzugsbereich begonnen wird. Lärchenfhof-Hotelier Martin Unterrainer appellierte an den Gemeinderat, dass man dafür Sorge trägt, dass die Bauarbeiten möglichst sensibel gestaltet werden.  

Der Gemeinderat stimmte dem Projekt einstimmig zu. Margret Klausner

Bild: David Forstlechner (stehend rechts) präsentierte dem Gemeinderat sowie den Anrainern das Großprojekt „Verbauung Griesbach“ , das bis zum Jahr 2032 umgesetzt werden soll. Foto : Klausner

 
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