23.05.2020
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Grenzbalken sind wieder oben

Die Grenzbalken zwischen Kössen und Reit im Winkl bzw. Schleching sind abgebaut, doch es wird nach wie vor stichprobenartig kontrolliert. Auch entlang der grünen Grenze.

Kössen, Unken | Das Grenzband flattert am Golfplatz, der sich über Kössen und Reit im Winkl erstreckt, nach wie vor bei Loch Nummer sieben und auch die Grenzpatrouillen sind unterwegs. Das wird bis zum 15. Juni auch so bleiben. Dafür aber ist die Straße zwischen Kössen und Reit im Winkl wieder frei, die Grenzbarrikaden wurden vergangene Woche abgebaut. Und auch die Straße nach Schleching, die in den vergangenen zwei Monaten ebenfalls gesperrt war, ist wieder geöffnet. Insgesamt gingen an 35 Grenzübergangsstellen nach Deutschland bzw. in die Schweiz am vergangenen Samstag die Grenzbalken hoch. Freie Fahrt heißt das aber noch lange nicht.
„Wenn auch alle Grenzübergänge nach Deutschland und in die Schweiz faktisch passierbar sein werden, wird die Polizei an den Grenzen weiterhin stichprobenartig Kontrollen vornehmen. Dies passiert gemeinsam mit Soldaten des österreichischen Bundesheeres“, informierte Landespolizeidirektor Edelbert Kohler Denn Bade- oder Radltrip an den Chiemsee, den Besuch des Märchenparks in Ruhpolding oder auch die Shoppingtour nach Rosenheim müssen sich die Tiroler noch verkneifen. Aber auch für Wanderer und Mountainbiker aus Bayern heißt es noch „Bitte draußen bleiben“. Auch der Übergang über die Grüne Grenze, wie die Wanderung am Schmugglerweg von Klobenstein nach Schleching genannt wird, ist noch nicht möglich.

Verwirrende Regeln rund um die Einreise
Erlaubt sei, so das Land Tirol eine Einreise nach Tirol nach wie vor nur für Berufspendler, den gewerblichen Verkehr, für Fahrten, die einer medizinischen Behandlung dienen sowie aus familiären Gründen. Hier aber sorgten in den vergangenen Wochen mehrmals Änderungen bei der Rechtsauslegung des Gesundheitsministeriums für Missverständnisse. Nach Aufforderung durch das Land Tirol hat das Ministerium klargestellt, dass darunter Besuche von nahen Verwandten fallen. Damit sind entsprechende Familienbesuche erlaubt. Darüber hinaus dürfen Personen einreisen, die einen negativen Corona-Test haben, der bei der Einreise nicht älter als vier Tage ist. Österreichische Staatsbürger und Personen mit Wohnsitz in Tirol können alternativ eine 14-tätige selbst überwachte Heimquarantäne antreten. Umgekehrt, also die Fahrt nach Bayern, ist ebenfalls unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Inzwischen sind diese Regeln aber ebenfalls gelockert, unter anderem dürfen Tiroler, die ihre Lebenspartner in Deutschland haben, diese besuchen (Infos unter www.bundespolizei.de).

Betroffen von den Regeln ist auch der Golfclub Reit im Winkl. „Wir hoffen natürlich auf eine Lockerung am Pfingstwochenende, vermutlich werden wir aber erst ab 15. Juni über die Grenzen spielen“, sagt Clubmanager Martin Scholtys.
Und noch eine Einschränkung bleibt nach wie vor aufrecht – auch der Trip nach Salzburg entfällt, außer man entscheidet sich, via Zell am See oder Dienten nach Salzburg zu fahren. Laut Auskunft der Corona-Hotline des Landes Salzburgs dürfen zwar Pendler oder Geschäftsleute ungehindert über das „Kleine Deutsche Eck“ nach Salzburg fahren, Privatfahrten sind derzeit noch nicht möglich. Margret Klausner

Bis zum vergangenen Wochenende war die Grenze bei Reit im Winkl buchstäblich verbarrikadiert. Seit einigen Tagen sind die Sperren an den Grenzen zu Bayern zwar verschwunden, kontrolliert wird aber nach wie vor. Foto: Klausner

 
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