24.05.2018
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„Gin n‘ Jelly“ Landessieger

Beim Junior-Landeswettbewerb stellten die besten Jung-Unternehmen ihre unternehmerischen Fähigkeiten und Kompetenzen vor einer Fachjury unter Beweis.

St. Johann  | Für die Tourismusschulen Wilder Kaiser nahmen heuer wie berichtet „Gin n‘ Jelly“ und „Cork Creation“ teil. Beim Landeswettbewerb war die Konkurrenz groß: Unter 21 Junior Companies von 236 Schülerinnen und Schülern aus 12 weiterführenden Schulen aus ganz Tirol, konnten sich die St. Johanner Schüler mit ihrem Projekt „Gin n‘ Jelly“ aber souverän durchsetzen.

Praxisnahes Wissen erwerben

Die Junior-Programme von Junior Achievement Austria, getragen vom Netzwerk der Volkswirtschaftlichen Gesellschaften und der Tiroler Wirtschaftskammer, bieten Schülern die Möglichkeit, erste Unternehmerluft zu schnuppern und wirtschaftliches Wissen so praxisnah wie nur möglich zu erproben und einzusetzen. Die Schüler entwickeln selbstständig eine Geschäftsidee und bieten ihre Produkte oder Dienstleistungen am realen Markt an. „Dabei erwerben die Schüler unternehmerische Kompetenzen wie Verantwortungsbereitschaft, strategisches Denken, Kundenorientierung oder wirtschaftliches Fachwissen und sind somit bestens für ihre berufliche Zukunft gewappnet“, zeigt sich Martin Felder, Vizepräsident der Tiroler Wirtschaftskammer, vom Projekt begeistert.

Stylische Federpenale und innovative Dünger

Ob selbstdesignte und handgefertigte Federpenale und Polsterbezüge im afrikanischen Stil, „Bokashi“-Eimer zum Kompostieren von Biomüll oder individuelle Kreationen aus Kork – beim Landeswettbewerb waren in diesem Jahr die unterschiedlichsten Unternehmensfelder vertreten.

Für die Teilnehmer galt es, vier Aufgaben erfolgreich zu bestehen: Sie reichten ihren Geschäftsbericht über das Unternehmensjahr zur Bewertung ein und stellten sich dann den kritischen Fragen der Fachjury zum Finanzergebnis sowie zu den unternehmerischen Prozessen und Entscheidungen.

Danach galt es, bei einem Verkaufsgespräch am eigenen Messestand die eigenen Produkte bestens zu vermarkten. Zum Abschluss stellten sie bei einer Bühnenpräsentation die Erfolgsgeschichte ihres Unternehmens einem breiten Publikum aus Politik, Schulwesen und Wirtschaft vor.

Die Schüler der Tourismusschulen Am Wilden Kaiser konnten mit ihrem Projekt „Gin n‘ Jelly“ am meisten überzeugen und dürfen Tirol beim Bundeswettbewerb am 25. Juni  in der Bundeshauptstadt Wien vertreten. Unter dem Motto „Erleben Sie Gin neu!“ hat das Projektteam zwei Produkttypen entwickelt: Gelees mit der Hauptspirituose Gin, die sie mit verschiedenen Geschmacksrichtungen, wie Veilchen, Himbeeren und Gin Tonic, verfeinern. Und Botanicals aus verschiedenen Gewürzen, Kräutern und Früchten zum Aromatisieren von Gin.

Platz zwei belegte die BHAK Imst mit ihrer Junior Company „Klee(b)blatt“, die individuell gestaltete und handgefertigte Produkte wie Taschen, Jutebeutel und Kugelschreiber herstellt. Platz drei ging an die BHAK Reutte mit „D’Außaferner“, die mit ihren einzigartig designten T-Shirts die Natur in den Vordergrund stellen und nachhaltig wirtschaften wollen.

Am Anfang einer Junior Company steht die Geschäftsidee. Ausgehend davon entwickeln die Schüler eigenständig einen passenden Firmennamen und ein Logo, strukturieren das Unternehmen und besetzen es mit den entsprechenden Positionen.

Der erste Schritt in die Selbstständigkeit

Während der Projektzeit können sie auf das Know-how von engagierten Lehrpersonen und Experten aus der Wirtschaft zurückgreifen. Richtig real werden die Junior Companies mit dem Firmenbuchauszug: Damit können sie Anteilsscheine verkaufen und ein Startkapital von maximal 800 Euro erwerben. Die Produktion kann nun gestartet, Werbung gemacht und dann endlich verkauft werden.

Die Teilnahme am Projekt Junior Company ist für Schüler der 7. bis 13. Schulstufe kostenlos und ein Start direkt an der Schule jederzeit möglich. Je nach Programmvariante dauert das Projekt mindestens 1 Monat bis maximal 1 Schuljahr. Anmeldung und weitere Informationen auf www.junior.cc.

Bild: Die siegreichen „Gin n‘ Jellys“: Sebastian Oberdacher, Felix Schernthaner, Tim Kramer u. Fabian Kroll. Foto: Die Fotografen

 
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