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10.07.2020
News  
 

Gewitter hielten Wehren auf Trab

Die schweren Gewitter in der vergangenen Woche waren auch eine Herausforderung für die Feuerwehren im Bezirk. Vor allem in Kirchdorf, Kirchberg und Itter gab es Einsätze.

Bezirk | Über 50 Einsätze mussten Mitte vergangener Woche die Feuerwehren im Bezirk innerhalb von zwei Tagen bewältigen. Bereits am Mittwoch zog eine massive Unwetterfront vor allem über die untere Schranne hinweg. Doch auch in Kirchberg wüteten an diesem Nachmittag schwere Gewitter.

Aufgrund der großen Regenmengen und auch kleinerer Hagelschauer mussten in Gasteig bzw. Kirchdorf die Wehren von Kirchdorf, Erpfendorf, St. Johann sowie Schwendt ausrücken. Murenabgänge, überflutete Keller, eine weggerissene Brücke und geflutete Straßen waren die Folge der Gewitters. Der Kanal konnte das Wasser nicht mehr aufnehmen, auch ein Hangrutsch wurde durch den Starkregen ausgelöst. Mehrere Keller mussten ausgepumpt werden. Der Stausee konnte die Wassermassen nicht mehr aufnehmen, die anschließende Luigam trat über die Ufer und sorgte für Überschwemmungen im Ortsteil Bicheln. Außerdem wurde dort eine Fußgängerbrücke weggerissen. In Mitleidenschaft gezogen wurde überdies auch die Landesstraße nach Schwendt. Dort kam es zu massiven Vermurungen. „Diesen Erdmassen konnten wir nur noch mit schwerem Gerät Herr werden“, sagt Bezirksfeuerwehrinspektor Bernhard Geisler. Die Straße musste vorübergehend gesperrt werden.

Auch im Brixental waren die Feuerwehren gefordert. Die Reither, Kirchberger und Brixner mussten überflutete Straßen reinigen und Keller auspumpen. Besonders hart erwischte es einen Bauern im Ortsteil Bockern. Das gesamte Areal war überschwemmt.
Am Tag darauf waren vor allem die Feuerwehren Hopfgarten und Itter sowie Florianijünger aus der Wildschönau gefordert. Unter anderem wurde die Unterführung, die zu einem Industriebetrieb in Hopfgarten führt, überschwemmt. Außerdem kam es zu einem Hangrutsch. „Die Feuerwehren hatten auch hier die Situation rasch unter Kontrolle“, betonte Geisler.

Sofort Bezirkszentrale hochgefahren
Aufgrund der Stärke der Gewitter wurde in Kirchberg die Bezirkszentrale hochgefahren. „Wir können die Einsätze so besser lokal koordinieren und die Leitstelle in Innsbruck unterstützen. Hochgefahren wird sie immer dann, wenn mehrere Einsätze gemeindeübergreifend zu bewältigen sind“, klärt Geisler auf. Überdies übernehmen die Feuerwehrleute auch die genaue Dokumentation der Ereignisse. Diese Daten werden dann in das „katGis“ (Anm.: ein Landesprogramm zur Erfassung und Abfrage von katastrophenschutzrelevanten Informationen) eingespeist. Margret Klausner

Fotos: In Itter hatten die Feuerwehren aus Itter, Hopfgarten und der Wildschönau alle Hände voll zu tun und mussten Bäche ausräumen.
Im Kirchberger Ortsteil Bockern musste nach dem Unwetter das Areal eines Bauernhofes freigeräumt werden.
In Kirchdorf war die Landesstraße nach einem Murenabgang kurzzeitig gesperrt. Auch Keller standen unter Wasser. Foto: Zoom Tirol

 
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