16.11.2017
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Gemeinsam für Zukunft von „Kitzpichl“

Dem Handel und Gewerbe soll endlich auch Gehör vom Tourismus geschenkt werden, das ist einer der Wünsche von Meistergilde-Obmann Harald Kunstowny. Gespräche auf breiter Basis und der Mut zu Erneuerungen liegen ihm für die touristische Zukunft der Gamsstadt am Herzen.

Kitzbühel | Nicht nur die Tourismusbetriebe, auch die Handels- und Gewerbebetriebe zahlen die Tourismusabgabe. So auch die 22 Betriebe der Meistergilde Kitzbühel. Politisch legt sich die Vereinigung nicht fest, sondern will in einem Miteinander die Zukunft Kitzbühels positiv gestalten. Dafür fordert Meistergilde-Obmann Harald Kuns­towny auch mehr Gehör vom Tourismus. „Wir haben ein Mitglied, das über 100.000 Euro an Tourismusabgabe bezahlt“, erzählt Kunstowny und hofft, dass nach der Wahl des Tourismusverbandes auch die Wertschätzung der heimischen Betriebe steigt. Dem war nämlich nicht immer so. Vor ca. 10 Jahren durften die Meistergilde-Betriebe eine Litfasssäule gegenüber dem Tourismusbüro für ihre Werbung nutzen, dann musste diese dem Mercedes-Werbeturm weichen. Nun steht der nächste Mobilitätspartner für Kitzbühel in den Startlöchern und Harald Kunstowny befürchtet, dass dieser Kitzbühel nur noch zum „Home of Quattro“ macht. „Wenn ein Markenpartner zu stark ist, nimmt dieser letztendlich Kitzbühel Energie ab. Kitzbühel lädt sich aber nur von den Bewohnern auf“, erklärt Kunstowny.

Damit sich die Marke Kitzbühel aber aufladen kann, müssen die Menschen wieder zu ihrem Ort stehen. „Wir müssen ‚Kitzpichler‘ motivieren, wieder gerne ‚Kitzpichler‘ zu sein. Nur durch uns selbst sind wir an unsere Wurzel wieder stimmig an die Heimat angebunden“, sagt Kunstowny. Diese Anbindung und vor allem die Bewusstseinsschaffung lässt sich aber nur dann erreichen, wenn neben dem Motor Tourismus auch die Menschen, die hier Leben auch mitgestalten wollen. Nicht nur die Touristiker, sondern auch die anderen Betriebe und Gewerbe aber auch die Menschen sollen vom Tourismusverband gehört werden.

Zukunft in dauerhaftem Dialog gestalten

An der bisherigen Führung von Kitzbühel Tourismus übt der Obmann der Meistergilde keine Kritik. „Sie haben eine gute Arbeit gemacht, aber die Zeit hat sich verändert. Der eingeschlagene Weg mit 365 Tagen Totaltourismus und 200 Tagen Skifahren kann nicht die einzige Zukunftsvision für Kitzbühel sein. Es gilt, neue zukunftsweisende Wege und Strategien zu finden, um herauszufinden, welche nachhaltigen Möglichkeiten Kitzbühel noch anbieten kann. Für diesen Prozess braucht es eine große Plattform, wie der ehemalige Markenstammtisch, der von einem Profi moderiert wird und neben den Betrieben auch die Bevölkerung einschließt. „Es ist fünf vor zwölf, wir müssen uns auf die Füße stellen und zusammenarbeiten, aber auch unsere Identität wahren“, sagt Kunstowny. Dabei ist ihm besonders wichtig, dass die Zusammenarbeit von Gemeinde und Tourismusverband besser wird und sich beide Institutionen auch um die Anliegen aller kümmern.

Es braucht neue umsetzbare Visionen, um Kitzbühel weiterhin lebenswert zu erhalten.  Man muss ja nicht alles umkrempeln, es braucht aber einen neuen Geist, um zusätzlich  neue Wege zu gestalten, sagt Kunstowny, der persönlich die Zukunft mit den Listen Witzmann, Mayr-Reisch und Hinterseer sieht. „Die zusätzlichen neuen Visionen der jungen Unternehmer zum Bestehenden können uns weiterbringen!“

Die Meistergilde ruft alle Unternehmer auf, zur Wahl zu gehen und zu schauen, wer auch die Bedürfnisse des Handels und Gewerbes nachhaltig unterstützt und appelliert sich dann erst zu entscheiden. Elisabeth M. Pöll

Bild: Harald Kunstowny „Gemeinsam nachhaltige Wege für die Zukunft suchen“ Foto: Lisbet

 
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