29.05.2017
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Gemeinsam Strategie entwickeln

München macht es so wie auch der Tourismusverband Wilder Kaiser. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern werden in Bayern und am Wilden Kaiser nachhaltige Strategien für die Lebensqualität und die Entwicklung der Region erarbeitet. Zudem will man bei dem Tiroler Projekt auch eine Tourismusstrategie zum Wohle aller entwickeln.

Ellmau | Der Tourismus ist ein unbestritten wichtiger Wirtschaftszweig der Region, aber nicht das alleinige Allheilmittel. Beim Tourismusverband Wilder Kaiser will man nun eine Tourismusstrategie entwickeln, die zum Wohle aller – für Einheimische und Gäste – da ist.

„Wir haben gemeinschaftlich etwas ins Leben gerufen, das den Tourismus hinterfragen soll, denn der Tourismus braucht auch eine gewisse Akzeptanz“, erklärt TVB-Obmann Hans Adelsberger und betont, dass es für den Verband auch wichtig ist, zu wissen, wo es „zwickt“ und dazu braucht es eben ein Feedback. Aber nicht nur diese Informationen sind für die Touristiker wichtig, sondern dass die Menschen der Region den Tourismus mitgestalten.

Projekt „Lebensqualität am Wilden Kaiser“

Im Mai startete das Projekt „Lebensqualität am Wilden Kaiser“ und sollte bis Juni 2018 abgeschlossen sein. In vier Elementen werden dabei die Kernthemen für die Tourismusstrategie erarbeitet. Drei ganztägige Zukunftsdialoge wurden bereits abgehalten. Für diese Arbeitskreise wurden per Zufall Bürger, Touristiker, Gastronomen und Vertreter von Gemeinden, Landwirtshaft, Wirtschaft und Bildung ausgewählt. In den Gruppen wurden drei Empfehlungen für eine nachhaltige Tourismusstrategie erarbeitet. Bei der öffentlichen Veranstaltung am 31. Mai, 20 Uhr, im Postwirt in Söll, werden die Ergebnisse der drei Zukunftsdialoge in großer Runde reflektiert, diskutiert und priorisiert.

„Tourismus ist kein Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck, damit es uns allen gut geht“, meint Tourismusverbandsgeschäftsführer Lukas Krösslhuber, der das Projekt operativ betreut. „Eine Arbeit, die man gerne tut und ein faires Einkommen, sind für die eigene Lebensqualität wichtig, aber auch eine gesunde Umwelt, Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung, nachhaltige Mobilität und ein soziales Netzwerk. Auch Unternehmertum muss sich auszahlen. Wir stellen uns gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung der Herausforderung, die verschiedenen Interessen bestmöglich unter einen Hut zu bringen. Denn nur wenn die Gemeinden als Vertreter der Bürger, der Tourismusverband als Vertreter der Touristiker und die Bergbahnen als wichtigste touristische Infrastruktur im Tal das gleiche Ziel haben, wird das Modell Tourismus am Wilden Kaiser langfristig erfolgreich sein können.“ Elisabeth M. Pöll

Bild: Die Zukunftsdialoge fanden in Going (Bild), Ellmau und Scheffau statt. In Söll werden am 31. Mai in großer Runde die Ergebnisse reflektiert und diskutiert. Foto: Reiter/v. Felbert

 
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