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11.07.2019
News  
 

Gefühle, bis unter die (Regen-) Haut

Mit gewaltigen Stimmen und viel Gefühl sangen Elīna Garanča und ihre Gäste die Regenwolken hinfort. Über 2.000 Besucher genossen ein Konzert der Superklasse. Vor allem die Sopranistin Nadine Sierra beeindruckte.

Kitzbühel | Zu Beginn von „Klassik in den Alpen“ war es schon ein wenig ungemütlich. Der Regen prasselte auf die Besucher im Pfarraupark unermüdlich nieder. Die ersten Arien „Plus grand, dans son obscurité“ aus „Die Königin von Saba“ (gesungen von Elīna Garanča) sowie die wunderschönen Stücke  aus Romeo und Julia „Ah! lève-toi, soleil“ und „Je veux vivre“ (gesungen von Nadine Sierra und Dmytro Popov) wurden von zahlreichen Regentropfen begleitet. Viele hoffnungsvolle Blick zum Himmel – und dann hörte es plötzlich auf. Nun konnte man das Konzert erst so richtig genießen. Aufgrund des unbeständigen Wetters wurde auf eine Pause verzichtet – eine kluge Entscheidung, denn so blieben die Konzertbesucher den Rest des Abends im Trockenen. Video zur Ankunft und Pressekonferenz.

Arien voller Liebe und Gefühl
Der künstlerische Leiter Karel Mark Chichon hatte für seine Frau und ihre Gäste wieder ein herausforderndes Programm zusammengestellt mit vielen bekannten Arien aus Carmen und Rigoletto. Dem diesjährigen Motto „Romantik“ entsprechend, standen Liebe und Gefühle im Vordergrund. Begleitet wurden die Klassikstars vom Symphonieorchester der Volksoper Wien.

Beeindruckende Stimme: Nadine Sierra
Für Gänsehaut sorgte die Stimme der amerikanischen Sopranistin Nadine Sierra. Mit ihr ist Elīna Garanča ein wahrer Glücksgriff gelungen. Stimmgewaltig auch der zweite Star-Gast, der ukrainische Tenor Dmytro Popov.

Szenenapplaus
Gespannt waren die Besucher auf den Gewinner, der von Garanča ins Leben gerufenen  Nachwuchsinitiative „Zukunftsstimmen“, Alexander Grassauer. Der 23-jährige Bass-Bariton aus der Steiermark brillierte mit „La calunnia è un venticello“ aus „Der Barbier von Sevilla“. Die Förderung von Nachwuchstalenten ist Garanča ein großes Anliegen, wie sie auch zuvor bei einem Pressegespräche veranschaulichte: „Ich möchte Österreich etwas zurückgeben, weil ich hier so gut aufgenommen wurde. Alexander hat eine ungewöhnliche Bassstimme. Er hat alle Voraussetzungen, um eine Weltkarriere zu machen“, urteilt die Kammersängerin.

Ein (zu) „flottes“ Finale
Das Konzert gipfelte in einem Medley, wobei Elīna Garanča gemeinsam mit Nadine Sierra und Dmytro Popov auf der Bühne stand. Hier hätte sich manch einer vielleicht etwas romantischere Stücke erwartet, denn mit Neopolitanischen Volksliedern und „Brazil“ ging es recht flott ins Finale. Auch der Mambo (grandios gespielt vom Orchester!) wollte nicht so recht in das ansonsten stimmig-romantische Programm reinpassen - war aber ein Stimmungsmacher bei dem Regenwetter. Von den über 2.000 Besuchern gab es tosenden Applaus – trotz Wetterkapriolen hielten alle bis zum Schluss aus und es das war es auch wert! Man darf sich auf ein Wiedersehen mit Elīna Garanča im nächsten Jahr freuen! Johanna Monitzer

Großes Finale mit Dmytro Popov, Elīna Garanča und Nadine Sierra. Fotos: Monitzer/Neumayr

 
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