19.12.2016
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Gefahren auf den Pisten

Die ersten Talabfahrten sind nicht nur für die Skifahrer verlockend, sondern auch für die Tourengeher und Skibergsteiger. Mit der gemeinsamen Nutzung der noch schmalen Pisten tun sich aber auch zusätzliche Gefahren auf. Vorsicht ist auch bei der nächtlichen Nutzung der Pisten geboten.

Kitzbühel | Die ersten Talabfahrten sind geöffnet und auch bestens präpariert. Die perfekten Bedingungen locken aber nicht nur Skifahrer an. Auch Tourengeher und Skibergsteiger wollen ihren Sport auf dem Schnee ausüben. Grundsätzlich ist dagegen auch nichts einzuwenden, jedoch sollten sich alle Beteiligten an die Spielregeln halten, damit es nicht zu Unfällen oder bösen Überraschungen kommt.

Noch fehlt es am nötigen Naturschee und auch die Pistenbreite mit dem technisch erzeugten Schnee ist begrenzt. Grundsätzlich spricht sich die Bergbahn AG Kitzbühel nicht gegen die Benützung der Pisten auch seitens der Tourengeher aus, jedoch sollten sich auch all jene, die die Pisten von unten nach oben nutzen wollen, an gewisse Spielregeln halten.

Sorgsam die Aufstiegsspur wählen

Vor allem die Abfahrten am Hahnenkamm und am Resterkogel bergen ein großes Gefahrenpotential. Es werden daher alle Tourengeher ersucht, die Pisten nicht zu queren und auch nicht unterhalb von Hügeln oder Geländekanten stehen zu bleiben. Für die Skifahrer, deren Anzahl auf den Pisten nun täglich steigt, ist der Tourengeher nämlich hinter den Kuppen und Hügeln nicht zu sehen. Noch dazu sind die Abfahrer oft mit einem hohen Tempo unterwegs und können daher nicht mehr ausweichen. Ein Zusammenprall ist unvermeidlich, schwere Verletzungen die Folge.

Eine sorgsame Wahl der Aufstiegsspur ist daher wichtig, um Kollisionen mit anderen Wintersportlern zu vermeiden. Durch die geringe Breite der Skipisten wird auch von einem Nebeneinandergehen abgeraten. Auch dadurch kann es zu schweren Unfällen kommen.

Das Seil ist lebensgefährlich

Während der Abend- und Nachtstunden erfolgen die Präparierungsarbeiten auf den Skipisten und Talabfahrten. Vielerorts erfolgen die Arbeiten mit Seilwinden. Diese Seile sind oft schwer auszumachen, da sich die Pistenmaschine weit entfernt aufhalten kann. Eine Kollision mit einem Windenseil kann tödlich enden!

Absolut kopflos ist es, die Stirnlampen auszuschalten, um keinen „Anschiss“ von Pistenmaschinenfahrern zu bekommen. Damit machen sich die Tourengeher zwar unsichtbar, begeben sich dadurch aber in Gefahr. Die Pistenmaschinen müssen für die Präparierungsarbeiten bis an den Rand der Piste fahren und aufgrund der Tatsache, dass links und rechts kein Schnee liegt, gibt es kaum Ausweichmöglichkeiten für die Tourengeher.
Ebenso ist es absolut abzuraten, erst nach Einbruch der Dunkelheit von den Hütten abzufahren. E. M. Pöll

Bild: Der abendliche Aufstieg auf den Skipisten mag verlockend sein, doch birgt dieser auch große Gefahren, vor allem durch die Seile der Winden, die bei der Präparierung zum Einsatz kommen. Foto: hikeandbike.de

 
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