25.06.2017
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Für einen besseren Start ins Leben

Als Schuhputzer, Autowäscher oder Straßenmusiker machten die Schüler der NMS auf die Armut in Peru aufmerksam und sammelten fleißig Spenden. In den letzten 10 Jahren konnte vielen Kindern geholfen werden, einen Weg aus der Armut einzuschlagen.

Kitzbühel | Kurz vor Schulschluss ist es mittlerweile zur Tradition geworden, dass Schüler als Schuhputzer, Autowäscher oder Zuckerlverkäufer Spenden für Kinder in Peru sammeln. Uschi Krabichler rief die Aktion vor 10 Jahren an der heutigen NMS in Kitzbühel ins Leben. „Die Kinder lernen dabei, dass es nicht allen so gut geht und sind mit Eifer dabei“, erzählt Krabichler. Gesammelt wird für das Kinderhilfsprojekt „Tras Las Huellas de Cristo“ in Arequipa, das rund 200 Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 3 und 20 Jahren den Start ins Leben erleichtert. „Schulbildung ist für viele nur ein Wunschtraum, denn es fehlt das Geld für Schulkleidung, Schuhe und Bücher. Sozialarbeit, Erziehung, Vermittlung von Werten und Kultur gibt es nicht. Und damit keine Zukunft für diese Kinder“, veranschaulicht Krabichler.

Bildung ist ein Weg aus der Armut

Seit 14 Jahren bietet das Hilfsprojekt den Kinder und Jugendlichen eine sicheren Ort, wo sie lernen können, ernst genommen werden und regelmäßig etwas zu essen bekommen. Ziel des Hilfsprojektes ist eine Hilfe zur Selbsthilfe. Ein wichtiger Baustein für das Entkommen aus der Armutsspirale ist Bildung. „Unser ganzer Stolz sind Lili und Carlos. Lili wurde erst kürzlich an einem Gymnasium für Hochbegabte aufgenommen. Carlos studiert mittlerweile Chemie und gehört zu den Besten an der Universität“, erzählt Krabichler sichtlich stolz. Die Mitbegründerin des Hilfsprojektes kann sich noch gut an den kleinen Carlos erinnern, als er noch ein kleiner Junge war. „Mit drei Jahren war er ganz schüchtern und auch ein wenig verwahrlost, dann ist er aufgeblüht“, blickt Krabichler zurück.

Das Projekt brachte begabte Schüler hervor

Die Kosten für ein Studium in Peru sind im Vergleich zu unseren Verhältnissen lächerlich, dennoch haben viele Familien das Geld einfach nicht. „Um ein Kind auf die Universität schicken zu können benötigen wir zwischen 40 und 140 Euro pro Monat“, informiert Krabichler. Die hochbegabte Lili und der Vorzeige-Student Carlos sind nun auch ein Ansporn für die restlichen Schützlinge des Hilfsprojektes. Sie lernen fleißig. „Armut bedeutet nicht, dass man dumm ist oder es zu nichts bringen kann“, betont Krabichler.

Alle Spenden gehen 1:1 nach Peru

Fleißig waren auch die fast 100 Schüler der NMS Kitzbühel beim Spendensammeln. Sie sammelten 1.364,71 Euro. Alle Spenden, die für das Projekt gesammelt werden kommen, 1:1 in Peru an, wie Krabichler betont.

Für Uschi Krabichler war die diesjährige Aktion die letzte, die sie federführend begleitete. Die Lehrerin verabschiedet sich in den Ruhestand. Ob ihre Kollegen die Aktion fortführen, ist noch ungewiss. „Ich möchte mich bei allen Lehrern und Schülern für ihre großartige Unterstützungen bedanken“, so Krabichler. Privat will sie sich aber weiterhin für „Tras Las Huellas de Christo“ engagieren und vielleicht findet sich ja doch ein Lehrerkollege, der die Aktion in Zukunft fortführt. Johanna Monitzer

Bild: Unter der Federführung von Uschi Krabichler (li.) sammelten die Schüler wieder fleißig Spenden. Foto:  Monitzer

 

 
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