17.10.2018
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Für das Berufsleben vorbereiten

Improvisationstheater, Entspannungsübungen, Ideenfindung und ein Plan zur Umsetzung von Projekten – all das war Thema des 10. RYLA-Seminars in Oberndorf, an dem auch wir, Nina Kirchner und Suzana Jotanovic, Schülerinnen des vierten Jahrgangs der Handelsakademie in Kitzbühel, teilnahmen und wichtige Erfahrungen im Bereich der Unternehmensgründung und der Umsetzung eigener Ideen sammeln konnten.

Kitzbühel | Am Seminar nahmen zwei Klassen des vierten Jahrgangs einer Wiener Handelsakademie sowie zwei Klassen aus verschiedenen Schulen aus Bosnien-Herzegowina und die 4AK der Handelsakademie Kitzbühel teil. Zu Beginn fand eine kurze Kennenlernphase statt, in der wir eingeteilt in mehrere Gruppen verschiedene Übungen und Spiele absolvierten. Im Zuge dieses Austauschs mit anderen Schülern, der teilweise aufgrund der verschiedenen Nationalität auch auf Englisch erfolgte, fand man heraus, dass es im Raum einen Bezug zu 18 Staaten gibt in Hinblick auf die Wurzeln der einzelnen Teilnehmer.

Am späteren Vormittag startete das eigentliche Seminar, im Zuge dessen man in der Regel jeweils zwischen zwei Workshops wählen konnte. Während beim Improvisationstheater das spontane Stellungnehmen im Alltag trainiert wurde und bei einem Ideenfindungsworkshop die richtige Umsetzung von Ideen im Vordergrund stand, drehte sich im parallel stattfindenden Pitching-Workshop alles ums richtige „Pitchen“, also das Präsentieren von Ideen und Produkten um beispielsweise Sponsoren für sich zu gewinnen.

Ein eigenes Getränk wurde kreiert

Am Dienstag startete ein zweitägiger Workshop mit dem Unternehmer Rafael Kugel zum Thema „Gründen mit Komponenten“. Dabei hatten Jugendliche zwei Tage Zeit, ein eigenes Getränk zu kreieren. Kugel stand ihnen dabei mit vielen Tipps und Tricks zur Seite und konnte seine Erfahrungen erfolgreich weitergeben, wie die abschließende Präsentation der Ergebnisse deutlich zeigte. Besonderes Augenmerk wurde bei diesem Workshop auf die Kalkulation der Preise vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt gelegt. Zeitgleich stand am Dienstag ein Workshop mit Psychologe René Liball an, in Zuge dessen wir uns gemeinsam mit konstruktivem Scheitern befassten. Bei Anwendung von verschiedenen Denksportübungen wurde unsere Kreativität geweckt und der innere Schweinehund überwunden. Am Ende des Tages präsentierten die Teilnehmer des Workshops Gedichte, Sketches etc. und traten so aus ihrer Komfortzone.

Ideen müssen realistisch umgesetzt werden

Das Ziel des Seminarbesuchs war grundsätzlich die Findung und Ausarbeitung einer Idee. Dieser Absicht widmeten wir uns ab Mittwoch intensiv und konnten dann innerhalb der teilnehmenden Schüler des vierten Jahrgangs der Handelsakademie Kitzbühel drei Projektideen genauer ausarbeiten und am Ende präsentieren. Eine Gruppe widmete sich dabei einem Konzept für eine verstellbare Trinkflasche, einer Trinkflasche deren Füllvolumen durch das Verbinden von einzelnen Flaschenelementen durch einen Drehverschluss verändert werden kann. Ideen wie diese entstehen vielfach dank des alljährlichen RYLA-Camps.

Teil des „Changemaker“ Programmes werden

Interessierte und engagierte Schüler haben anschließend auch die Möglichkeit, Teil des „Changemaker“-Programmes zu werden. Das Programm gibt den Teilnehmern, die alle Projekte mit positiven Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft verfolgen, einerseits die Möglichkeit, an verschiedenen Workshops teilzunehmen und unterstützt die Teams individuell, andererseits werden jährlich die besten Teams aus Österreich, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien und Albanien mit dem „Changemaker-Award“ ausgezeichnet.

Vortrag von Axel Naglich als Highlight

Als eines unserer persönlichen Highlights konnte das RYLA-Seminar dieses Jahr den Extremsportler Axel Naglich begrüßen. Naglich berichtete von seiner Leidenschaft zum Sport und welche große Rolle das Verfolgen seines Hobbys in seinem Leben spielt. Er habe bereits während der Anfänge des heutigen Großkonzerns Red Bull von seinem Gründer Dietrich Mateschitz, der einer seiner ersten Sponsoren war, gelernt groß zu denken.

Gelernt, groß zu denken

Für Naglich standen immer der Spaß und der Mut des Ausprobierens von neuen Dingen im Vordergrund. Als gebürtiger Kitzbüheler wuchs er buchstäblich mit der schwersten Abfahrt der Welt auf und war von Beginn an ein Adrenalin-Junkie, der stets auf der Suche nach neuen Herausforderungen ist. Im Laufe seines Lebens hat er viele der höchsten Gipfel der Erde auf Skiern befahren und hat sich somit einen Status als Extremskifahrer und Spezialist für unbefahrbar scheinende Ski-Routen erarbeitet.

Video zum Seminar zu sehen in unserem APP

Im Zuge des RYLA-Seminars konnten wir viele spannende Eindrücke sammeln und wertvolle Erfahrungen mitnehmen. Suzana Jotanovic, Nina Kirchner

Bild: Die am RYLA-Seminar teilnehmenden Schülerinnen und Schüler von fünf verschiedenen Schulen aus Wien, Kitzbühel und Bosnien-Herzegowina. Foto: Jotanovic/Kirchner

 
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