17.03.2018
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Früher Schnee bringt ein „Juchee“

Es gibt auch Winter, in denen alles passt: Früher Schnee, gute Investitionslage, zugkräftige Events und Wirtschaftsaufschwung. Dementsprechend sind die ersten Rückmeldungen der Tourismusverbände im Bezirk beinahe durchwegs positiv.

Bezirk  | Für Signe Reisch, Präsidentin von Kitzbühel Tourismus, fällt der Blick auf die bisherige Wintersaison hingegen nicht ganz so ungetrübt aus: „Wir haben in Kitzbühel 21 Betriebe im Vergleich zum Vorjahr geschlossen, insgesamt 48 im Verbandsgebiet. Dadurch verlieren wir über 6.000 Nächtigungen bis Ende Jänner. Das tut sehr weh.“ Für das Ostergeschäft wurde nochmals kräftig Vorarbeit geleistet, wie Reisch unterstreicht. Ein starker Februar und März wirken ausgleichend: „Am Ende der Saison werden wir wohl ungefähr bei 1 Prozent plus liegen“, schätzt Reisch. Aber auch sie hat den positiven Effekt, der durch die idealen Bedingungen dieses Winters geschaffen wurde, bemerkt: „Bei jenen Betrieben, die offen hatten, herrschte beste Stimmung.“

Rekordergebnisse in St. Johann und am Pillersee

Beste Stimmung beschreibt auch durch die Bank die Laune bei ihren Kollegen der anderen Verbände:  „Wir sind auf die gesamte Region gesehen, einschließlich Februar, bei einem Plus von elf Prozent. Das sind in absoluten Zahlen 374.000 Übernachtungen. Das Plus macht dabei 40.000 Übernachtungen mehr aus“, resümiert etwa GF Gernot Riedel vom Tourismusverband St. Johann-Oberndorf-Kirchdorf-Erpfendorf. Das bedeutet das beste Nächtigungsergebnis seit 2010. Auch für das Ostergeschäft rechnet Riedel noch mit einer guten Buchungslage.

Ebenfalls einen Rekord meldet der Tourismusverband Pillerseetal: der Jänner brachte knapp 148.000 Nächtigungen und damit das beste Ergebnis seit 2010. Im Saisonvergleich liegt die Region 13 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Den Aufschwung schreibt GF Armin Kuen nicht zuletzt der Investition in die örtliche Beherbergungsinfrastruktur zu: „Wir haben im Qualitätssegment zugenommen“, freut sich Kuen.

Auch im Brixental ist Feierlaune angesagt: Zwar wird die endgültige Bilanz erst nach der Saison gezogen, TVB-GF Max Salcher verrät aber schon vorab: „Speziell der Jänner war famos, der Dezember sehr gut, der Februar sehr gut. Wir sind sehr optimistisch.“ Trotz sinkender Bettenzahlen habe man die Nächtigungen halten bzw. sogar steigern können. Die gute Schneelage habe das ihre zu dem positiven Effekt beigetragen.

Am Wilden Kaiser konnten bislang einschließlich Februar 765.295 Übernachtungen verbucht werden. Das entspricht in Summe einem Plus von 5,5 Prozent. GF Lukas Krösslhuber fasst das Ergebnis so zusammen: „Dieser Winter war super, nicht nur wegen der Übernachtungszahlen, sondern auch von der Stimmung her.“ Ein kalter, schneereicher Winter gebe Kunden wie Betrieben ein starkes Vertrauen.

„Kaum ist Schnee, läuft‘s“

„Kaum ist Schnee, läuft‘s“ – lautet auch die Analyse von Gerd Erharter, dem Obmann des Tourismusverbandes Kaiserwinkl. „Ende Jänner sind wir mit unserer Steigerungsrate ordentlich über dem Tirolschnitt.“ So habe man im Jänner ein Plus von 13 Prozent eingefahren, freut sich Erharter. Auch der Februar lief positiv, im Verband Kaiserwinkl rechne man nun mit einem guten März und einem dann wieder etwas schwächeren April. Am grundsätzlich sehr guten Winterergebnis sollte das aber wenig ändern, schätzt Erharter.

Der Boom, den ein schneereicher Winter auslöst, werde durch die sozialen Medien noch befeuert. Schneereiche Bilder aus der Wetterkamera gehen gleich online, was „im positiven Sinne dazuhelfe“, so Erharter.

Im Tourismusverband Hohe Salve zeigt sich ein ähnliches Bild: „Wir sind 1-A zufrieden“, formuliert es Geschäftsführer Stefan Astner. Dezember und Jänner waren sehr gut, wie Astner unterstreicht, die Februar-Zahlen liegen noch nicht endgültig vor, aber auf für diesen Monate zeichne sich schon ein positives Bild ab.

Auf Ostern hin erwartet sich Astner ebenfalls noch einiges: „Jene Betriebe, die offen haben, werden ein gutes Geschäft machen.“ Astner verweist wie auch seine Berufskollegen durch die Bank auf eine gute Infrastruktur vor Ort: „Alles im Vollbetrieb und das fast den ganzen Winter“, formuliert es der GF des TVB Hohe Salve. Dadurch konnte die Region beim Gast punkten. Elisabeth Galehr

Bild: Perfekte Pisten, schneesichere Loipen und eine zauberhafte Winterlandschaft: Die äußeren Bedingungen brachten für die Tourismusverbände eine optimale Ausgangsposition. Foto: SkiWelt Wilder Kaiser Brixental

 
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