13.05.2019
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Freilaufzone fehlt vorerst noch

Der St. Ulricher Gemeinderat hat kürzlich die Hundeverordnung neu aufgelegt. Die Vierbeiner müssen inzwischen im gesamten Ortsgebiet an die Leine.

St. Ulrich | „Hunde an die Leine“ lautet die Devise in St. Ulrich schon länger. Vor allem die Spazierwege rund um den Pillersee locken Hundeliebhaber aus Nah und Fern in die Gemeinde. Und sorgen zunehmend für Probleme, wie auch Bürgermeisterin Brigitte Lackner bestätigt.

Dass die St. Ulricher jedoch schon hundefreundlich sind, zeigt nicht nur die alljährliche große Schlittenhundeveranstaltung, auch zahlreiche Angebote für „Urlaub mit Hund“ gibt es. Und doch kommt es immer wieder vor allem am Pillersee zu brenzligen Momenten. So gab es im Vorjahr am Seeufer eine gefährliche Situation mit einer Hundehalterin und den dort weidenden Kühen. „Inzwischen ist es auch so, dass viele Leute nicht mehr nur einen Hund, sondern oft auch drei und vier Tiere halten. Und das führt naturgemäß zu Konflikten“, weiß Lackner.

Daher ist das Thema Hunde naturgemäß immer wieder eines, das auch den Gemeinderat beschäftigt. Eine Hundeverordnung ist in „Nuarach“ seit Jahren gültig. Darin ist nicht nur die Hundeleinenpflicht verankert, sondern auch die Kotentfernung geregelt.

Kontrolleur ließ die Wogen hochgehen

Doch bisher scheiterte die ordnungsgemäße Umsetzung u.a. auch an den fehlenden Kontrollen. „Im Vorjahr haben wir daher ein Security-Organ engagiert. Allerdings mussten wir das wieder einstellen“, berichtet die Dorfchefin. Das Kontroll­organ hatte nicht nur Hunde, sondern auch die Halter fotografiert und damit gegen die Datenschutz-Grundverordnung verstoßen.

Inzwischen hat sich die Sachlage erneut massiv geändert. „Das Land schreibt vor, dass bei einer solchen Verordnung, die eine Leinenpflicht beinhaltet, Freilaufflächen zur Verfügung gestellt werden müssen“, schildert Lackner. Diese stellten bisher Grundbesitzer am oberen Ende des Sees, in Dorfnähe, zur Verfügung. „Wir können diese aber jetzt nicht mehr nutzen. Der Grundeigentümer will dort einen Melkstand errichten“, sagt Lackner. Das heißt, dass in diesem Bereich Rinder stehen. Dass sich das nicht unbedingt mit freilaufenden Hunden vereinbaren lässt, ist inzwischen ja hinreichend bekannt. „Wir haben dafür natürlich Verständnis, dass das jetzt nicht mehr geht“, so Lackner. Daher hat sich die Gemeinde auf die Suche nach einer Alternative gemacht. „Mir wäre es als sinnvolle Lösung erschienen, vielleicht einen Teil des Trainingsplatzes beim Fußballplatz dafür zu nutzen. Allerdings habe ich mit dieser Idee einen Sturm der Entrüstung entfacht“, räumt sie ein. Die Wogen seien jedoch bereits geglättet und die Suche nach einem Freilaufplatz läuft auf Hochtouren.

Die neue Verordnung, die u.a. den Leinenzwang im gesamten Ortsgebiet zum Inhalt hat, wurde im jüngsten Gemeinderat bereits beschlossen. „Sie liegt jetzt beim Land Tirol zur Begutachtung“, erklärt Lackner, die betont: „dass wir alles tun werden um eine für alle machbare Lösung zu finden.“ Margret Klausner

Bild: Die Spazierwege rund um den Pillersee sind auch bei Hundebesitzern sehr beliebt. Foto: rol.art-images

 
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