27.05.2020
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Fördertöpfe werden angezapft

Die Oberndorfer Gemeinde setzt auf ein Investitions-Krisenmanagement. „Gerade in solchen Zeiten muss man investieren“, sagt Bürgermeister Schweigkofler. In Oberndorf wird gebaut und saniert. Alle möglichen Fördertöpfe sollen angezapft werden.

Oberndorf | Wie unterschiedlich die Situation in den Gemeinden gesehen wird, zeigte sich bei der Gemeinderatssitzung in Oberndorf. Während andere Gemeinden von Budget-
einbußen im Ausmaß von 30 bis 40 Prozent sprechen, geht man in Oberndorf von einem relativ kleinen Einbruch aus. „Wir rechnen mit zehn Prozent Minus bei den Ertragsanteilen bzw. bei den Kommunalsteuern – das würde bei uns in Summe rund 290.000 Euro ausmachen, die uns in diesem Jahr fehlen werden“, rechnet Bürgermeister Hans Schweigkofler (SP) vor.

Wenn nötig, auch mithilfe von Darlehen
Der Bürgermeister hofft, dass es nicht recht viel mehr sein wird und setzt den Investitionskurs fort. „Ich bin der Meinung, dass man gerade in solchen Zeiten investieren muss. Sollten wir ein Projekt haben, das wir nicht mehr stemmen können, dann werden wir das mithilfe von Darlehen finanzieren“, veranschaulicht Schweigkofler.

Sanierung Turnhalle wurde vorgezogen
Alle Bauvorhaben, die budgetiert wurden, werden fortgesetzt. Die Wasser- und Kanalarbeiten sind bereits wieder voll im Gange sowie auch die Dorfplatzerneuerung und der Spielplatzbau.
Vorgezogen wurde die Sanierung der Turnhalle. Diese wäre ursprünglich für den Sommer geplant gewesen – jetzt wird sie bis zum Schulschluss fertig sein. „Die Decke wird komplett neu gemacht. Wir bekommen u.a. wieder Taue. Zudem werden die Sprossenwände und die Türen erneuert“, informiert Vize-Bürgermeister Hannes Nothdurfter (GEO). Kostenpunkt: 130.000 Euro.

Auf der Suche nach Förderungen
Es gibt einen Investitionstopf des Landes mit 40 Millionen Euro. „Bei 279 Gemeinden werden sie das Füllhorn nicht über uns ausschütten, aber ein bisschen etwas können wir vielleicht nach Oberndorf holen“, so der Bürgermeister.

Mehr Projekte, wenn sie gefördert werden
Die Oberndorfer Gemeindeführung ist zudem noch bemüht, weitere Projekte zu realisieren, sofern sie dafür Förderungen bekommt. „Einige Gemeinden haben aufgrund der Pandemie Projekte aus den Fördertöpfen zurückgezogen – somit wären Mittel wieder frei. Wir probieren, ob wir an solche Mittel kommen“, erklärt Bürgermeister Schweigkofler.

Sanierungen
So wurde zusätzlich noch ein Projekt für Sanierungsarbeiten im Kindergarten beim Land eingereicht, bezüglich Radwege sei man im Gespräch mit dem Baubezirksamt Kufstein und auch mit der Güterwegabteilung sei man in Kontakt, informiert der Bürgermeister. „Wir werden aber nur das Umsetzen, wo es eine Förderung gibt“, betont Schweigkofler. Johanna Monitzer

„Gerade in solchen Zeiten muss man investieren“, so Bürgermeister Hans Schweigkofler. In der Gemeinde Oberndorf werden alle geplanten Projekte 2020 umgesetzt werden – und vielleicht noch ein paar weitere. Symbolfoto: Petra Bork/pixelio.de

 
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