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14.07.2019
News  
 

Fleckalmbahn ist im Zeitplan

Man ist wieder voll im Zeitplan. Die Wetterkapriolen im April und Mai ließen die Arbeiten an der neuen Fleckalmbahn nicht planmäßig ablaufen, durch Flexibilität konnte der Rückstand aber eingedämmt werden. Optimal waren die Beadingungen im Juni und anfängliche Verzögerungen konnten wettgemacht werden. „Wir werden definitiv am 14. Dezember um 8.30 Uhr den Betrieb aufnehmen“, ist sich BAG-Vorstandsvorsitzender Josef Burger sicher.

Kitzbühel, Kirchberg | Am 14. April hatte die alte Fleckalmbahn nach 35 unfallfreien Jahren ihren Betrieb für immer eingestellt. Mit einem kleinen Fest wurde dieses Kapitel in der Kitzbüheler Seilbahngeschichte geschlossen. Mit ein wenig Wehmut blickte man auf die Geschichte zurück, doch die Vorfreude auf die neue 10 EUB Comfortline S war deutlich größer. Tags darauf wurde in den frühen Morgenstunden auch schon mit den Abrissarbeiten begonnen und die neue Ära erstmals für die Bevölkerung sichtbar. Seitens der Berg­bahn AG Kitzbühel liefen die Arbeiten für die neue Bahn aber schon auf Hochtouren. Nach langen und herausfordernden Verhandlungen mit den Grundeigentümern konnte im August 2018 mit den genauen Planungen für das Projekt „Fleckalmbahn neu“ begonnen werden.

Erfolgreiches Projektmanagement
Intensiv und aufwendig waren die Planungen. Für Eventualitäten oder Sonderfälle lässt man  keinen Spielraum, denn die Planungen gehen bis in das kleinste Detail. „Für ein erfolgreiches Projektmanagement sind genaue Planungen für die Abläufe, ein detaillierter Zeitplan und eine exakte Kostenaufstellung notwendig“, erklärt Vorstandsvorsitzender Josef Burger und ergänzt: „Wir könnten natürlich die Kosten höher berechnen, doch damit würden uns finanzielle Mittel für Investitionen in anderen Bereichen fehlen.“ In den Planungsprozess sind zudem auch Sachverständige und Projektbeteiligte eingebunden, um die Behördenverfahren zu optimieren.
Während des gesamten Baulaufes kann man bei der Berg­bahn AG Kitzbühel auf ein Controlling in Echtzeit zurückgreifen. „Wir kontrollieren täglich nicht nur den Ablaufplan, sondern auch den Kostenplan“, erzählt Florian Wörgetter, technischer Leiter bei der Bergbahn AG Kitzbühel. Möglich ist das durch ein Verschmelzen der Abteilungen und eine digitale Datenerfassung. „Das alles hier ist keine One-Man-Show. Nur wenn alle an einem Strang ziehen und mit Teamgeist am Werk sind, funktioniert das und natürlich braucht es auch leistungsstarke Partner“, sagt Wörgetter.

Zahlreiche Verfahren und Bewilligungen
Im Zuge der Planung eines solchen Projektes wie der Fleckalmbahn sind auch zahlreiche behördliche Genehmigungen erforderlich. Damit es einen positiven Bescheid gibt, werden die Ansuchen genau ausgearbeitet und mit Experten und Sachverständigen besprochen und entsprechend ausgearbeitet. Neben der naturschutzrechtlichen Bewilligung braucht es auch eine luftfahrtrechtliche Ausnahmebewilligung. Wasserrechtliche Bewilligungen mussten für die Berg- und Talstation sowie den Parkplatz eingeholt werden. Für die neue Trassenführung musste die Rodung bewilligt werden und auch der Abriss der alten Talstation brauchte eine Bewilligung. Für den Bau der neuen Anlage war zudem die Baugenehmigung erforderlich und natürlich musste auch um eine Betriebsanlagengenehmigung angesucht werden.

Leistungsstarke Partner
Um ein solches Großprojekt in einem so engen Zeitfenster umsetzen zu können, braucht es nicht nur eine sehr gute Planung, sondern auch leistungsstarke Partner, die ihre Aufgaben in der vorgegebenen Zeit bewältigen können. Daher ist die Auswahl der Leistungsträger eine sehr wichtige Entscheidung. Für die eingereichten Angebote gibt es ein genaues Bewertungsschema, das auch einen Leistungs- und Preisvergleich beinhaltet. „Der Vergabeprozess verläuft bei uns transparent“, versichert Vorstandsvorsitzender Josef Burger. „Bevor es zur Vertragsunterzeichnung kommt, werden mit den Leistungspartnern noch die Zeit- und Ablaufpläne besprochen, diskutiert und festgelegt“, gibt Burger einen Einblick in die Verhandlungen. „Am Ende des Tages gibt es dann einen abgestimmten Ablauf-, Zeit- und Kostenplan“, sagt Josef Burger.
Als Bauleiter auf der Baustelle fungieren die Betriebsleiter. Dadurch lernen sie die Anlage frühzeitig und detailliert kennen. „Gemeinsam mit der Mannschaft ist der Betriebsleiter schon früh mit der neuen Anlage vertraut und dadurch gibt es bei der Betriebsaufnahme auch einen reibungslosen Ablauf“, erzählt Burger.

Arbeiten gehen zügig voran
Der Baubeginn stand wettertechnisch unter keinem guten Zeichen. Schlechtwetter mit Schneefall im April und Mai zwangen die Bergbahn AG Kitzbühel zu einer „Programmänderung“. Anstatt den Fokus auf die Bergstation zu legen, konzentrierte man sich jetzt auf die Talstation und bündelte hier die Kräfte. „Normalerweise wird eine Seilbahnanlage immer vom Berg ins Tal gebaut, um etwaigen Wetterkapriolen im Herbst ausweichen zu können. Bei uns war es heuer genau umgekehrt. Wir haben dies rechtzeitig erkannt und den Bauablauf entsprechend geändert. Bei solchen massiven Einschnitten müssen auch die Partner mitspielen“, erklärt der technische Leiter der Berg­bahn AG Kitzbühel, Florian Wörgetter. Flexibilität musste dabei auch das Seilbahnunternehmen Leitner ropeways beweisen, die die Produktion der Bahnhöfe ebenso umstellen mussten und die Talstation als Erstes produzierten. Einen neuen Zeitplan gab es auch für die Arbeiten entlang der Strecke – zu viel Schnee am Berg ließ den urspünglich geplanten Bauablauf nicht zu. Die Kabelarbeiten und die Arbeiten an den Streckenfundamenten mussten ebenso neu geplant werden. „Das funktioniert nur mit leistungsstarken Partnern“, sagt Wörgetter und kann nun vermelden, dass der zeitliche Rückstand an der Bergstation bereits aufgeholt werden konnte und man bei der Talstation einen „Zeitpolster“ von zehn Tagen geschaffen hat. In wenigen Tagen wird nicht nur mit der Montage der Talstation durch Leitner ropeways begonnen, sondern es werden auchentlang der Strecke die ersten Stützen gesetzt.

Lagerflächen optimal nutzen
Genau geplant wurde auch die Nutzung der Lagerflächen. Das Aushub-Material wurde am Parkplatz zwischengelagert und wird derzeit zur Anpassung der Talstation wieder um die Kubatur eingefüllt. Die ersten Stützen warten auf dem Fleckalmbahnparkplatz auf ihren Aufbau und sobald dieser erfolgt ist, werden die ersten Teile für die Talstation angeliefert.
Elisabeth M. Pöll

Vorstandsvorsitzender Josef Burger und technischer Leiter Florian Wörgetter freuen sich über den guten Fortschritt beim Bau der Fleckalmbahn. Fotos: Pöll/KitzSki-Michael Werlberger

 
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