25.10.2018
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Fischtreppe „ist für die Fisch“

Die Beschwerden über die Verwahrlosung des Fischaufstiegs bei der Wieshofer-Wehr in St. Johann häufen sich. Der Obmann der Achengenossenschaft, Ernst Schwaiger, verspricht Abhilfe.

St. Johann | Er ist ein beliebter Spazierweg entlang der Fieberbrunner Ache von St. Johann Richtung Flugplatz. Der Weg führt an der Wieshofer-Wehr vorbei, bei der im Vorjahr im Rahmen der Hochwasserverbauung auch ein Fischaufstieg errichtet wurde. Immerhin kostete dies rund 200.000 Euro, wie auch der Obmann der Großachengenossenschaft, Ernst Schwaiger, bestätigt. Da die Fische hier nicht mehr mit dem Lauf der Ache mitschwimmen können, hat man eine Art Betontreppe errichtet.

Die allerdings präsentiert sich  bereits ein Jahr nach ihrem Bau vernachlässigt und ungepflegt. Äste und Zweige liegen darin, vor allem ist sie massiv versandet. „Da kann kein Fisch mehr rauf schwimmen“, ärgert sich der eine und andere Spaziergänger über diese „Steuergeldvernichtung“.

Die Problematik ist Ernst Schwaiger auch bekannt. „Ganz ehrlich? Diese ganze Fisch­treppe ist im wahrsten Sinne des Wortes ‚für die Fisch‘,“ ärgert sich Schwaiger. Der Bau sei im Rahmen der Verbauung von der „Limnologie und Ökologie“ vorgeschrieben worden, weiß der Kirchdorfer. Und es sei eigentlich klar gewesen, dass der Aufstieg bei jedem Hochwetter versandet und das sei heuer auch deutlich zu sehen gewesen. Ihm jedenfalls sei das von Haus aus klar gewesen, dass das nicht funktionieren kann. Er versteht auch den Unmut der Spaziergänger. „Wir werden jetzt wieder Experten dazu holen und schauen, wie wir das Problem lösen können“, erklärt Ernst Schwaiger.

18 Jahre an der Spitze

Er selbst steht, wie bereits berichtet, kurz vor seinem Abschied von der Gr0ßachengenossenschaft. 18 Jahre lang stand der Kirchdorfer Alt-Bürgermeister der Zwangsgenossenschaft als Obmann vor. Bei den anstehenden Neuwahlen will er nicht mehr antreten. Diese, so Schwaiger, sollen wenn möglich noch heuer über die Bühne gehen, möglicherweise sind sie aber erst Anfang nächsten Jahres möglich. Die Suche nach einem Nachfolger gestaltet sich nicht ganz einfach. Noch gäbe es keinen, räumt Ernst Schwaiger ein. Einfach wird es für seinen Nachfolger jedenfalls nicht sein, die Kassen der Genossenschaft sind mehr oder weniger leer. „Allerdings haben wir den Großteil der Projekte, die bis zum Jahr 2027 geplant waren, bereits realisiert. Es fehlt noch der Lückenschluss beim Ortsteil Sperten in St. Johann“, betont Schwaiger.

Eine Ära in der Genossenschaft ging auch mit dem Tod von Fred Neuner vor einigen Wochen zu Ende. Der St. Johanner war neben seiner Arbeit als Gemeindebeamter auch 40 Jahre als Geschäftsführer tätig. „Das ist nicht nur menschlich ein großer Verlust für uns, es fehlt auch Fred Neuners großer Sachverstand“, so ein trauriger Ernst Schwaiger, der aber auch gute Nachrichten hat. „Wir haben heuer um rund 100.000 Euro weniger Mitgliedsbeiträge vorgeschrieben wie im Vorjahr.“ Margret Klausner

 
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