27.02.2020
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Film über Schönes und Gutes

Auf Initiative des St. Johanner Weltladens zeigte der österreichische Filmemacher seinen Film „But Beautiful“  in der Alten Gerberei in St. Johann.

St. Johann | Am vergangenen Freitagvormittag kamen fünf Klassen des Bundesgymnasiums in St. Johann in den Genuss einer besonderen Filmvorführung. Nach seinen streitbaren Filmen „We Feed The World“, „Let’s Make Money“ und „Alphabet“, in denen es um menschliche Haltungen hinter Lebensmittelindustrien, Finanzsystemen und Bildungsthemen ging, hat sich der österreichische Filmemacher Erwin Wagenhofer jetzt in seinem neuen Film „But Beautiful“  dem Positiven zugewandt. Mit seinem neuesten Film war der Niederösterreicher auf Initiative des Weltladens St. Johann zu Gast in der „Alten Gerberei“. Während am Vormittag die Schülerinnen und Schüler den Film sahen und anschließend mit dem Filmemacher sowie der Vertreterin der Weltläden Österreich, Johanna Aigner, unter Moderation von Helmut Schranzhofer diskutierten, flimmerte der Film dann am Abend noch einmal für interessierte Erwachsene über die Leinwand.

Wagenhofer sucht in seinem Film das Schöne und Gute und zeigt Menschen, die ganz neue Wege beschreiten. Wie könnte ein gutes, ein gelungenes Leben aussehen, fragt er. Er porträtiert Menschen aus aller Welt, zeigt Frauen ohne Schulbildung, die Solaranlagen für Dörfer auf der ganzen Welt bauen, oder auch Permakultur-Visionäre auf La Palma, die Ödland in neues Grün verwandeln. Ein österreichischer Förster, der die gesündesten Häuser der Welt entwickelt, wird gezeigt. Ein geistliches Oberhaupt mit Schalk und essentiellen Botschaften und seine tibetische Schwester mit großem Herz für die Jugend sind mit dabei. Ein junges Jazztrio, ein Pianist und eine kolumbianische Sängerin haben ebenfalls Platz in diesem  berührenden Dokumentarfilm.

Bisher, freut sich Wagenhofer, haben den Film 55.000 Menschen gesehen. Derzeit tourt er durch Österreich, jetzt hat er überdies eine Einladung nach Indien. Dort wird der Film in sechs Städten gezeigt. Gemeinsam mit Sabine Kriechbaum hat Wagenhofer inzwischen ein Buch verlegt. Ihm ist wichtig, dass 15-Jährige seinen Film sehen, „denn wenn es eine Neuorientierung und einen Wandel in der Gesellschaft geben wird, wie es sich andeutet, wird dieser Prozess wahrscheinlich über die jungen Menschen laufen. Auch und vor allem für sie ist „But Beautiful“  entstanden“. Als verantwortliche Generation habe man die Pflicht, die Jüngeren zu unterstützen und in diesem Sinne sehe er diesen Film. Margret Klausner

In der „Alten Gerberei“ in St. Johann diskutierten Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums mit Johanna Aigner (Weltladen Österreich), Filmemacher Erwin Wagenhofer und Lehrer Helmut Schranzhofer (v.l) Foto: Klausner

 
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