19.03.2019
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Fieberbrunn zündet den Turbo

Die Fieberbrunner Wirtschaft will den Standort nachhaltig stärken und feilt aktuell an der Vision „Fieberbrunn 4.0“.  Längerfristig soll das Konzept auch in die Region ausstrahlen.

Fieberbrunn  | Zwar kann Fieberbrunn die eigene Kaufkraft zu 53 Prozent im Ort halten, dennoch lautete die eindeutige Empfehlung aus dem jüngsten Qualitätscheck des Einzelhandels im Auftrag der Regio 3, dass die Marktgemeinde sich in der Standortentwicklung professionell aufstellen soll. Eine Erkenntnis, die für die örtlichen Unternehmer nicht neu ist. „In Fieberbrunn ist es nicht nur fünf vor zwölf, sondern teilweise schon fünf nach zwölf. Jedes Haus, das zusperrt ist eine kleine Katastrophe für die Wirtschaft“, kommentiert Georg Wallner gegenüber dem Kitzbüheler Anzeiger.

Kleine Projekte sollen ausstrahlen

Zahlreiche Fieberbrunner Unternehmer wollen nicht mehr tatenlos zusehen und arbeiten aktuell an einer Standortentwicklung für ihre Gemeinde.  Dabei muss sich die Kaufmannschaft erst einmal neu aufstellen: Der Verein „Pillerseetal Wirtschaft“ wurde nämlich ruhend gestellt. Der neue Anlauf sieht eine umfassende Kooperation von Wirtschaft, Tourismus, Handel und Gewerbe vor – eben „Pillerseetal 4.0“. Kurz vor Weihnachten fanden sich etwa 35 Akteure im Ort zusammen und schmiedeten Pläne. Wie berichtet erging der Ruf nach professionellem Marketing. „Wir wollen es nicht wie in St. Johann machen, das ist eine eigene Dimension. Wir stellen uns die Frage: Was ist bei uns machbar? Kleine Projekte sollen ausstrahlen.“

Professionelle Hilfe holen sich die Fieberbrunner vom Beratungsunternehmen CIMA, das bereits die Kaufkraftstudie in der Leader-Region erstellt hat. „Der Start ist geglückt, die CIMA-Beratung ist komplett ausfinanziert“, freut sich Wallner über die ersten Schritte. Einen Zuschuss gab‘s von der Gemeinde, weitere Unterstützung durch die Regio 3.

„Das wird ein Prozess von einem Jahr oder länger sein“, sagt Wallner. Gerade Fieberbrunn habe durch seine Geographie eine besondere Ausgangssituation. Der langgezogene Ort von Rosenegg bis zum Lift stellt eine Herausforderung dar.

Ende März erfolgt das erste Treffen mit der CIMA. Bislang hat sich ein kleines Gremium örtlicher Wirtschaftstreibender und Visionäre zusammen gefunden, das den Gedanken kontinuierlich weiter trägt.  „Es geht eher langsam, wir können nicht schnell starten.“ Dennoch haben die Fieberbrunner Unternehmer schon einige Pläne geschmiedet. Zu den ersten Maßnahmen zählt eine große Muttertagsaktion. „Außerdem wollen wir einen Hotelführer machen.“ Einzelne Projekte sollen sich ausweiten, ist der Start in Fieberbrunn erst einmal erfolgreich, soll die Initiative über die Ortsgrenze hinaus in die Region hinein strahlen. Somit soll am Ende wieder eine „Pillerseetal Wirtschaft“ heraus schauen. „Das könnte man wieder beleben“, sinniert Wallner.  Zunächst ist jedenfalls einmal der Startschuss gefallen. Elisabeth Galehr

Bild: In Fieberbrunn wollen die Kaufleute den Standort nachhaltig beleben. Foto: rol.art images

 
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