09.07.2020
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Farbenfrohe Bilderwelten

Bis Mitte August dominieren in der Zentrumsgalerie in Fieberbrunn die Farbtöne Rot, Orange und Gelb. Nadja Schilling aus St. Johann zeigt eine Auswahl an farbenfrohen Werken.
 
Fieberbrunn | Nach einer kuriosen Zeit konnte Kulturreferent Vizebürgermeister Wolfgang Schwaiger am Samstag eine neue Ausstellung im Erdgeschoss des Gemeindezentrums eröffnen. Gleichzeitig gratulierte er Patrice Bruvier zur erfolgreichen Ausstellung mit Verkauf einiger seiner digitalen Lichtobjekte, die coronabedingt einen unfreiwilligen Ausstellungsrekord von fünf Monaten erzielte. „Von Jänner bis heute lautete das Motto von Patrice Bruviers Ausstellung „Malen mit Licht“ und auch unsere nächste ausstellende Künstlerin stellt „Freude und Licht“ in den Mittelpunkt. Nadja Schilling, im Brotberuf Journalistin, hat bereits zwei Mal bei Kunstfieber ausgestellt, ihre ansprechenden Bilder fallen auf, ziehen die Blicke auf sich und jedes für sich ist einzigartig. Ihre Kompositionen leben von der Harmonie und Diskrepanz der verrinnenden Farben“, erläuterte Wolfgang Schwaiger bei der Begrüßung.
Für die gebürtige Russin war es ein besonderer Abend: „Meine Aufregung ist groß, es ist meine erste Ausstellung in einer Galerie, erstmals ein ganzer Raum für mich alleine. Ich freue mich über euer Kommen und das Interesse an meinen Arbeiten.“ Rund die Hälfte der Bilder sind in den letzten Wochen entstanden. Die Coronakrise bewirkte bei der Künstlerin eine Art Schaffenskrise, erst mit den Lockerungen und der zunehmenden positiven Stimmung kam wieder die Freude an der Kreativität.

Faszinierende Gießtechnik
Beim Acrylic Pouring oder auch Acrylgießen handelt es sich um eine uralte Farbtechnik, die vor kurzem für neue faszinierende Farbobjekte, wieder neu entdeckt worden ist. Pouring bedeutet auf Deutsch gießen und umschreibt, worum es bei dieser Technik geht: durch willkürliches oder unwillkürliches Gießen flüssiger Acrylfarbe entstehende Farbeffekte für ein Acrylbild zu nutzen. Dieses experimentelle Gestalten mit Acrylfarbe ist spannend und unberechenbar. In Kombination mit weiteren Mal- und Gestaltungstechniken gelingen einzigartige Kunstwerke oder Farboberflächen. Nadja Schilling: „Wichtig ist, die besten Farben zu verwenden und nicht an Farbe zu sparen, für ein größeres Bild braucht man bis zu fünf Liter. Nicht immer bin ich mit dem Ergebnis zufrieden, aber letztlich hat man nach dem Mischen und Gießen der Farben noch etwa 20 Minuten Zeit, um das Bild mit Fön oder der Spachtel zu gestalten, dann beginnen die Farben zu trocknen.“  Ergänzt wird die Ausstellung mit der Bronzefigur „Die Flötistin“ von Bruno Staudach. Auch kleinere leuchtende Bilder von Patrice Bruvier sind noch zu sehen. Geöffnet ist die Ausstellung in der Galerie im Gemeindezentrum jeden Dienstag ab 18 Uhr oder auf Anfrage unter www.nadjaschilling.com. Roswitha Wörgötter

Foto: Saxophonistin Isabella, Lichtkünstler Patric Bruvier, Nadja Schilling und Kulturreferent Vizebürgermeister Wolfgang Schwaiger (v.l.) bei der Vernissage. Foto: Wörgötter

 
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