28.05.2017
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Es geht wieder bergauf

Zwei Sommer lang war der Wanderweg zur Bärstättalm aufgrund eines Hangrutsches gesperrt. Im vergangenen Herbst wurde die Steinschlag-Galerie am Gaisberg gebaut, nun wurde sie feierlich eröffnet und der Wanderweg wieder freigegeben.

Kirchberg | Im Mai 2015 geriet der Hang oberhalb der beiden Wanderwege, die zur Bärstättalm führen, ins Rutschen. Gefahr war in Verzug und so musste man beide Wege sperren. Es wurde zwar gleich gehandelt und der „Jagasteig“ als Wanderweg aktiviert, doch dieser Weg war für viele Wanderer zu anspruchsvoll und vor allem zu steil, wie sich Kirchbergs TVB-Obmann Toni Wurzrainer erinnert. Es musste nach einer besseren Lösung gesucht werden, darüber waren sich die Verantwortlichen bei der Gemeinde Kirchberg und beim Tourismusverband einig, denn der Gaisberg ist der Wanderberg schlechthin in der Brixentalgemeinde.

Verschiedenste Lösungsmöglichkeiten wurden ausgearbeitet und geprüft. Am Ende entschied man sich für die Variante der Steinschlag-Galerie am Sautalgraben für den unteren Wanderweg.

Unkomplizierte Zusammenarbeit

Der Zusammenhalt aller Beteiligten und die gute Zusammenarbeit zwischen den gesamten Institutionen machten dann die schnelle Umsetzung möglich. „Bei unserem Ortsstellenleiter Christoph Stöckl liefen alle Fäden zusammen. Mit der Koordination hatte er wirklich viel Arbeit“, erzählt Toni Wurzrainer bei der Eröffnung. Von der guten Zusammenarbeit ist auch Kirchbergs Bürgermeister Helmut Berger begeistert, der auch den touristischen Aspekt des Weges unterstrich, aber auch die Situation der Hüttenwirte kennt: „Für die Hüttenwirte waren es zwei schwierige Sommer, vor allem aus wirtschaftlicher Sicht.“ Den Dank sprachen Berger und Wurzrainer auch an die Grundbesitzer aus, denn ohne ihre Mithilfe wäre eine Umsetzung des Projektes gar nicht möglich gewesen.

Unkompliziert verlief auch die Aufteilung der Kosten. Neben Tourismusverband und Gemeinde unterstützte auch das Land Tirol dieses Projekt und natürlich war die Bergbahn AG Kitzbühel sofort von diesem Projekt überzeugt. Bei den Gesamtkosten von 195.000 Euro übernimmt das Land den Anteil von 75.000 Euro und die restlichen Kosten werden gedrittelt. „Durch diese für einen Wanderweg nicht alltägliche Maßnahme wollen wir das Wanderparadies Gaisberg wieder für alle Bergfreunde zugänglich machen und den betroffenen Almhütten eine langfristige Perspektive geben“, erklärte LHStv Josef Geisler.

Hubert Vorderegger, Geschäftsführer von HV Bau, gab zudem noch einen Einblick in die Bauarbeiten, die für seine Mitarbeiter eine große Herausforderung darstellten. „Diese 20 Meter lange Galerie war für uns auch eine besondere Herausforderung. Wir mussten mit Helikopter und Spinne arbeiten und die Bedingungen hier am Berg waren nichts für Weicheier“, erzählte Vorderegger. Kirchbergs Pfarrer Gerhard Erlmoser segnete das Bauwerk und bat um Schutz für alle Wanderer. Elisabeth M. Pöll

 

 
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