23.01.2012
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Erster Teilerfolg für die Sanierung

St. Johann | Die finanziell schwer angeschlagene Bergbahn St. Johann kann erste Erfolge verbuchen: die lang geplante Zusammenlegung der beiden Skigebiete und die Umsetzung eines harten Sanierungskurses.

Zwei Skigebiete auf einem Berg: Das ist auf der St. Johanner Seite des Kitzbüheler Horns bald Vergangenheit. „Bis Mitte des Jahres wollen wir die Eichenhoflifte kaufen und in unser Gebiet integrieren“, schildert Stefan Seiwald, zweiter Geschäftsführer der Bergbahnen St. Johann. Einen Betrag will er nicht nennen. „Da ist noch nichts fix.“

Erfreulich: Im Gegensatz zu den letzten Jahren, sind die Bergbahnen St. Johann heuer vollkommen liquide in den Winter gestartet. Die Sanierung des Seilbahnunternehmens, das 2010 noch mit einem Schuldenstand von kolportierten 17 Millionen Euro belas­tet war, trägt die Handschrift des ehemaligen Bergbahn-Vorstandes von Kitzbühel. Manfred Filzer, in der Branche als beinharter Sanierer bekannt, hat mit dramatischen Kostenstraffungen und Umstrukturierungen offenbar eine Wende bei den St. Johanner Bergbahnen eingeläutet. Der erste Schritt mit der Erreichung der Liquidität sei getan, jetzt müsse weiter stark an der Konsolidierung des Unternehmens gearbeitet werden, sagt Seiwald. Der Schuldenstand sei jedenfalls gesenkt worden. Genaue Zahlen ergebe die Bilanz Anfang Februar.

Personell stehen Änderungen ins Haus: Wolfram Jahn übernimmt die operative Geschäftsführung, während sich Manfred Filzer aus dem operativen Bereich zurückziehen und für die strategische Ausrichtung des Unternehmens weiters zur Verfügung stehen wird.

Bleibt mit Stefan Seiwald als Gemeindevertreter der dritte – in diesem Fall ehrenamtliche – Geschäftsführer. Er übernahm diese Agenden bekanntlich von BM Josef Grander, um die Interessen der Marktgemeinde in dem Unternehmen sicherzustellen.

 

Zur Erinnerung: Die Marktgemeinde ist der größte der insgesamt 120 Gesellschafter der Bergbahn. Mit einer Einlage von 3,6 Millionen Euro gehört ihr rund ein Viertel des Unternehmens. Hier könnte bald eine neue Struktur entstehen: Der Gemeindevertreter sei im Aufsichtsrat besser aufgehoben, meint dazu Seiwald. Doch die Entscheidung darüber liegt beim Aufsichtsrat. Alexandra Fusser

 
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