11.06.2016
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Erich Monitzer wurde 75

Wer auf den Kitzbüheler Bergen Sommer wie Winter unterwegs und auch einem kurzen „Ratscher“ nicht abgeneigt ist, kennt ihn: Erich Monitzer, kurz „Monakl“ genannt, ist ein Kitzbüheler Original – offen, sympathisch, temperamentvoll, und keinesfalls schmähstad.

Kitzbühel | Sein 75. Geburtstag am 8. Juni schmerzt ihn überhaupt nicht: Beim Aufstehen in der Früh fühle er sich täglich „wie neugeboren, einfach erstklassig“, sagt er in der für ihn typischen und unverwechselbaren Art.

Rekordverdächtige 80.000 Höhenmeter (!) hat er im vergangenen Sommer mit seinem Mountainbike bewältigt, und im Winter waren es vermutlich ebenso viele bei ausgedehnten Skitouren in den Kitzbüheler und Zillertaler Alpen. „Der Sport hält mich fit“, beschreibt Erich Monitzer, „ich bin mein ganzes Leben mit dem Sport verbunden“.

Der Sohn von Karl und Josefa Monitzer wurde in eine Kitzbüheler Großfamilie hineingeboren und wuchs in der Badhaussiedlung auf.  „Wir waren elf Kinder zuhause, ich war einer der Mittleren“ schmunzelt Erich Monitzer, von seinen Freunden gerne „Monakl“ genannt. Nach absolvierter Berufsausbildung rückte er Ende der 50er-Jahre beim österreichischen Bundesheer ein und verpflichtete sich für 15 Monate bei der Hochgebirgskompanie. Der Alpinismus, so beschreibt er, hatte es ihm schon in ganz jungen Jahren angetan: Kitzbüheler Klettergrößen wie Pepi Graswander, Hubert Karrer, Helmut Gogl und Helmut Sulzenbacher zählten bei den Naturfreunden zu seinen Vorbildern, viele Klettertouren im „Koasa“ und in den Dolomiten sollten folgen.

Das Klettern hat Erich Monitzer zwar schon vor vielen Jahren aufgegeben, dennoch gibt es kaum eine Gipfeltour im näheren und weiteren Umkreis, die er nicht bestens kennt und die immer wieder ein Ziel seiner beinahe täglichen Wander- Bike- oder Skitouren darstellt.

Der berufliche Lebensweg des gelernten Malers und Anstreichers, geprüften Ski- und Tennislehrers sowie Kellners  nahm einen abwechslungsreichen Lauf. Das legendäre Grandhotel Kitzbühel war 19 Jahre seine berufliche Heimat, nachdem er im Restaurant Stolzlechner (Kitzbühel), aber auch im Hotel Steigenberger (Frankfurt) gastronomische Fachkenntnisse erworben und berufsbegleitend die Hotelfachschule besucht hatte. In der Kitzbüheler Nobelherberge war er allerdings nicht nur im Speisesaal tätig; er betreute  auch die hoteleigenen Tennisplätze und natürlich auch die illustre Gästeschar bei der Ausübung des weißen Sports.

Mit der Errichtung einer  eigenen Tennisanlage wagte Erich Monitzer mit Gattin Hertha 1979 den Schritt in die Selbstständigkeit. 30 Jahre lang betrieb er die vier Plätze, gab Tennis-Unterricht und war Gastgeber für Tennis-Größen wie Guillermo Vilas, Boris Becker oder Thomas Muster, die die Monitzer-Plätze während des Kitzbüheler Tennisturniers zum Training nutzten. Das Tennisbuffet war all die Jahre ein beliebter und geselliger Treffpunkt der Einheimischen.

Jeder Winter war allerdings dem „Skilehrern“ vorbehalten. Generationen von Kitzbüheler Stammgästen und deren Familien, darunter Großindustrielle und Adelige, hat „Monakl“ das Skifahren beigebracht und ihnen voller Elan seine eigene Faszination für den Skisport in der Kitzbüheler Bergwelt vermittelt. Dass sich mit vielen seiner Schützlinge langjährige und tiefe Freundschaften entwickelt haben, versteht sich fast von selbst.

Die Jagd zählt seit 40 Jahren zu seinen Hobbys und seit einiger Zeit nennt er auch die Kunstmalerei als eines seiner Steckenpferde. Seine Bilder sind derzeit in der Aquarena Kitzbühel ausgestellt.

Oberste Priorität hat für den 75-jährigen Witwer allerdings unangefochten die Familie: Seine drei Kinder und sechs Enkelkinder sind der größte Stolz von Erich Monitzer.
Alexandra Fusser

Bild: Gipfelsieg: Als 13-Jähriger stand Erich Monitzer (links, in der Lederhose) mit  seinem Kameraden Stefan Manzl auf dem Großglockner.

 
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