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31.10.2019
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Erfolgsmodelle miteinander teilen

Teilen bzw. „sharen“ kann man auch Dinge, die nicht auf einen Server geladen werden – beim Bezirkshalt der „Digital.tirol“-Tour in Hopfgarten vernetzten sich Unternehmer untereinander und gaben Beispiele, wie sich die digitale Revolution meistern lässt.

Hopfgarten  | Dass Digitalisierung nicht nur die Zukunft, sondern längst die Gegenwart ist, ließ sich unter anderem daran festmachen, dass die Zufahrt zum Treffpunkt – dem Unternehmen APL Apparatebau in Hopfgarten – nur erschwert möglich war: Aktuell wird dort nämlich Glasfaser für schnelles Internet verlegt. Selbiges bedeutet dann gleich auch einen Quantensprung an Möglichkeiten, wie die Redner des Abends anhand ihrer eigenen Erfolgsgeschichten veranschaulichten. Während die Industrie schon mit großen Schritten in Richtung Digitalisierung unterwegs ist, gibt es bei Klein- und Mittelbetrieben noch Handlungsbedarf. Genau aus dieser Überlegung heraus wurde „digital.tirol“ ins Leben gerufen (Details s. Infokasten). Dabei gibt es genug Beispiele, die in Tirol vorleben, wie der Umstieg gelingt. APL-Geschäftsführer Markus Widner erläuterte dazu: „Es ist für uns von großer Bedeutung, schneller und produktiver als unsere Mitbewerber z.B. aus Asien zu sein. Dazu legen wir großen Wert auf eigene Facharbeiterausbildung, enge Zusammenarbeit mit Top-Unternehmen aus der Region und stetige Weiterentwicklung im Bereich der Digitalisierung.“

Einer der vielen, die in Tirol Kompetenz bei Automatisierung und Digitalisierung von Unternehmen haben, ist Rainer Haag (ematric). Haag zeigt durchaus Verständnis für gewisse Schwellenängste. Ominöse englischsprachige Kürzel und der Zusatz „4.0“ stellen eine Hürde dar: „Man kann allen die Angst davor nehmen“, stellt Haag klar. Klar strukturierte Prozesse und vor allem auf das jeweilige Unternehmen zugeschnittene Lösungen – es braucht nicht jeder alles – reichen oft schon, um mit seinem Betrieb wieder auf dem neuesten Stand zu sein. Rückgrat dieser Umstellung sind nicht nur die Unternehmer selbst, sondern auch deren Mitarbeiter. „Sie müssen die Digitalisierung annehmen. Schulungen helfen dabei.“

Digitale Inhalte als Service für Menschen
Die technische Umstellung ist das eine, der menschliche Faktor das andere. Einige Expertise darin hat das Unternehmen Motas.  Christian Lunger sieht seine Aufgabe darin, „den Datenwahnsinn so zu präsentieren, dass man es versteht – Technik folgt Service“.  Das Design- und Beratungsunternehmen Motas entwickelt Leitsysteme an öffentlichen Orten und erfindet sich darüber hinaus ständig neu. Das ist die Essenz und die große Chance der Digitalisierung, findet Lunger. Denn die Erwartungshaltung der Kunden ändert sich durch den Online-Konsum. Da alles schneller, aber auch individueller und gleichzeitig qualitätvoller erhältlich sein soll, erhöht das die Chancen, die Produktion aus Billigländern in der Ferne wieder zurück in die Heimat zu holen. „Die Digitalisierung ist unser täglicher Konsum, bietet neue Möglichkeiten der Freizeitgestaltung und erleichtert den Alltag. Zudem ergeben sich laufend neue Geschäftsmodelle, sowie Produkte und dadurch Arbeitsplätze.“ Christian Hirzinger von der Firma Futureweb in St. Johann braucht man das nicht zweimal zu sagen: Das 1998 gegründete Unternehmen beschäftigt sich verstärkt und sehr erfolgreich mit 3D-Modellen. „Wir wollen die Region Tirol virtualisieren“, bringt es Hirzinger auf den Punkt. Denn gerade im Tourismus sind anschauliche, „greifbare“ Rundumblicke sehr gefragt.
Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf zeigte sich begeistert von den Präsentationen und gab den Anwesenden mit auf den Weg: „Sprecht viel und positiv über das Thema, damit sich jeder damit beschäftigt.“ Elisabeth Galehr

Wenn Erfolgsgeschichten geteilt werden: Christian Hirzinger (GF futureweb), Markus Widner (Gastgeber und GF APL Apparatebau), Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf, Peter Seiwald (WK Kitzbühel), Rainer Haag (Geschäftsleitung ematric) und Christian Lunger (Geschäftsführender Gesellschafter motas) auf Digitaltour. Foto: Galehr

 
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