05.09.2018
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Eine positive Halbjahresbilanz

Der Bezirk Kitzbühel weist auch im ersten Halbjahr 2018 eine insgesamt positive und stabile Wirtschaftsentwicklung auf.

Bezirk | Das Wirtschaftswachstum steht weiterhin auf breiter Basis, mit Impulsen aus dem Inland wie auch aus dem Ausland. „Es ist kein Geheimnis: Es läuft aktuell sehr gut im Bezirk Kitzbühel“, zieht Berzirksobmann Klaus Lackner Bilanz über das erste Halbjahr. „Wir haben im Bezirk im Export zugelegt, die Inlandsnachfrage ist stark geblieben, ein Plus von 5,6 Prozent bei den Nächtigungen zwischen Mai und Juli und – was ebenfalls besonders erfreulich ist – die Unternehmen investieren wieder.“

Die positive wirtschaftliche Entwicklung im Bezirk Kitzbühel lässt die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen weiterhin sinken. „Ende Juli erreichte die Arbeitslosigkeit im Bezirk 2,2 Prozent und damit quasi Vollbeschäftigung“, berichtet Lackner. Mit 3,3 Prozent ist Tirol im Vergleich das Bundesland mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit. „Die Zahl der Beschäftigten hat mit 27.796 ebenfalls Rekordniveau erreicht: das ist der höchste Wert in der Geschichte und liegt nochmals 2 Prozent über dem Vorjahr“, freut sich der Bezirksobmann. Gleichzeitig verzeichnet der Bezirk Kitzbühel Ende Juli 27.796 unselbstständig Beschäftigte, so viele wie nie zuvor. „Das ist Höchststand und zum Vorjahr noch einmal ein Plus von 2 Prozent“, so Lackner.

Ausgetrockneter Arbeitsmarkt

Für die Betriebe im Bezirk bedeutet das einen ausgetrockneten Arbeitsmarkt. Sie können ihre offenen Stellen oft nicht besetzen. „Wir haben seit Jahren einen eklatanten Fachkräftemangel im Bezirk und wir gehen davon aus, dass die Hälfte unserer Betriebe Umsatzeinbußen haben, weil sie kein qualifiziertes Personal bekommen“, klagt Lackner. „Dazu haben wir innerhalb von Österreich ein Mobilisierungsproblem mit starkem Ost-West-Gefälle. Wir müssen hier neue Wege gehen, denn bisher haben alle Rezepte versagt.“ Das von WKO Präsident Harald Mahrer angekündigte Fachkräfte-Monitoring kommt für Lackner deshalb genau zur richtigen Zeit. „Darüber hinaus brauchen wir einen leichteren Zugang zur Rot-Weiß-Rot-Karte, um die dringend benötigten Fachkräfte ins Land zu holen. Wir müssen alles dafür tun, dass wir eine geordnete, aber doch so unbürokratisch wie mögliche Fachkräfte-Zuwanderung haben.“

Gegen Abschiebung von Asylwerbern in Lehre

Lackner verstärkt auch die Front jener, die sich gegen die Abschiebung von Asylwerbern, die eine Lehre absolvieren, aussprechen. „Und wir fordern die Abkehr von alten Denkmustern und eine Hinwendung zu einer modernen und zeigemäßen Zusammenarbeit in der Sozialpartnerschaft“, hält Obmann Lackner abschließend fest. Laut einer aktuellen IMAS-Studie nennen die Beschäftigten in Österreich nicht die Vier-Tage-Woche, nicht die sechste Urlaubswoche und auch nicht verkürzte Arbeitszeiten als ihr wichtigstes Anliegen, sondern die Sicherheit des Arbeitsplatzes. Bezirksobmann Lackner: „Diese wird am ehesten erreicht, wenn die Rahmenbedingungen für die Betriebe passen. Die aktuellen Reformen der Regierung – von den flexibleren Arbeitszeiten, über weniger Bürokratie bei kleinen Betriebsanlagen, bis hin zum Lichten des Gesetzesdschungels – gehen genau in diese Richtung. Diese Maßnahmen dienen damit nicht „nur“ der Wirtschaft, sondern treffen punktgenau auch das Bedürfnis der Arbeitnehmer nach sicheren Jobs.“ Foto: WK

 
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