25.03.2019
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„Eine gute Stimme zu haben genügt nicht“

Zum neuen Superstar hat es für Andrea „Angy“ Hörmann nicht gereicht – sie schied vor kurzem bei „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) aus. Die Fieberbrunnerin konnte aber im Rahmen der TV-Castingshow einiges an Erfahrung sammeln.

Warum hast du dich bei DSDS beworben?
Ich verfolge die Sendung seit es sie gibt und spielte schon länger mit dem Gedanken einmal bei DSDS teilzunehmen – habe aber immer gezögert. Selbst als ich letzten Sommer den Aufruf zum Casting gesehen habe, habe ich zunächst den Gedanken wieder verworfen. Spontan habe ich mich dann aber doch dazu entschlossen, nach Innsbruck zu fahren und es einfach zu probieren.
Ausschlaggebend war, dass ich einmal über den „Hobbymusiker-Tellerrand“ hinausschauen wollte. Werde ich einem Vergleich standhalten? Wie weit werde ich kommen? Es ging mir vorwiegend um eine Bewertung meiner Stimme.

Würdest du es nochmal bei einer Castingshow probieren?
Bei DSDS würde ich nicht mehr teilnehmen, weil ich vom Format her da nicht reingepasst habe. Aber vielleicht bei einer anderen Castingshow, wo es mehr auf die Stimme ankommt. Sag niemals, nie!

Wird man in der Musiker-Szene nicht eher belächelt, wenn man an einer Castingshow teilnimmt?
Bei der Frage muss ich schmunzeln, denn in einer Musiker-Szene sehe ich mich leider noch nicht. In meinem nahen Umfeld haben mich alle unterstützt. Jeder hat mir Mut zugesprochen und keiner hat gesagt, dass ich spinne.
In der echten Musiker-Szene hört man jedoch schon oft, dass Castingshow-Teilnehmer etwas belächelt werden. Man hört auch oft, dass sich Musiker dort formen lassen und nicht mehr sie selbst sind.
Mein Einstellung dazu ist, dass  eine Castingshow ein Sprungbrett sein kann, den Rest muss man allerdings aus eigener Kraft schaffen.

Wie muss man sich die DSDS-Vorausscheidungen vorstellen - kommt es da nur auf das musikalische Talent an?
Es gibt zwei Durchgänge bis man vor die Promi-Jury treten darf. Beim ersten Durchgang wird eigentlich nur geschaut, ob man ein Talent zum Singen hat. Danach wurde meinem Empfinden nach schon geschaut, ob man in die Sendung und das Konzept passt. Ich würde sagen, da wird die Stimme nur zu 50 Prozent gewertet.

Wie hast du dich auf die Auftritte vorbereitet?
Wie schon erzählt, war das erste Casting recht spontan. Danach habe ich mich sehr gut auf die Auftritte vorbereitet. Sobald die Musik losgeht, bin ich ein anderer Mensch – das habe ich auch versucht bei den Castings zu übermitteln. Aber im Grunde kann man sich nicht gut genug vorbereiten, weil das ganze Spektakel mit Kameras und Co. das hatte ich zuvor ja nie.

Und wie war die Stimmung bei den Castings? Herrscht dort ein Konkurrenzkampf?
Nein überhaupt nicht! Die Stimmung bei den Castings war total familiär. Man muss sich das so vorstellen: viele unterschiedliche Menschen, welche jedoch die gleiche große Leidenschaft verbindet treffen dort aufeinander. Das war eine ganz andere Welt für mich. Während der Wartezeiten haben wir viel miteinander gesungen und Musik gemacht. Ich habe auch noch Kontakt zu einigen Teilnehmern.  

Wie war es für dich auf Dieter Bohlen und Co. zu treffen?
Am Anfang war das schon etwas komisch und ich war sehr nervös. Um lockerer zu werden, habe ich mir immer gesagt: „Das sind ganz normale Menschen, die auch auf`s Klo gehen müssen“ (lacht).
Dieter Bohlen hat mir die Nervosität genommen in dem er mich gleich etwas gefragt hat. Auch Xavier Naidoo hat mich einiges gefragt. Damit war das Eis gebrochen und die Stimmung lockerer.  

Bist du enttäuscht, dass du es nicht weiter geschafft hast?
Im ersten Moment war ich schon enttäuscht, aber das Leben geht weiter! Ich hätte zumindest gerne versucht in der Gruppe zu singen, aber ich bin vorher schon ausgeschieden. Vielleicht habe ich nicht alles gegeben? Ich hatte beim Auftritt bereits ein nicht so gutes Gefühl. Leider hat man danach auch kein Feedback bekommen, das hätte mich sehr interessiert, weil ich wissen wollte woran ich gescheitert bin und was man verbessern kann.

Wie geht es nun musikalisch mit dir weiter?
Musikalisch wird es bei mir nie aufhören! Ich singe in der Band „RuffStuff“ und hoffe noch so lange wie möglich mit meinen Männern die Bühnen zu rocken. Zusätzlich möchte ich mich aber auch auf andere musikalische Projekte konzentrieren – z.B. könnte ich mir vorstellen mehr auf Veranstaltungen, wie Hochzeiten, alleine oder in anderen Formationen zu singen.
Johanna Monitzer

Wer Angy Hörmann mit der Band „RuffStuff“ live erleben möchte, hat dazu u.a. beim Garagenrockfestival „Alpakatraz“ in Fieberbrunn (31. Mai bis 1. Juni), und bei  „Jaggasn“ in St. Johann (13. Juli.) die Möglichkeit dazu.

Bild: Andrea „Angy“ Hörmann aus Fieberbrunn schaffte es bei DSDS mit ihrer rockigen Stimme bis vor die Promi-Jury mit Dieter Bohlen und Co. Foto:  TVNOW / Gregorowius

Zur Person
Angy singt nach Gehör
Fieberbrunn | Andrea „Angy“ Hörmann ist 1991 in St. Johann geboren und wohnt in Fieberbrunn. Sie studiert an der FH Kufstein „Sport-, Kultur- und Veranstaltungsmanagement“.
Die Fieberbrunnerin begann ihre musikalische Laufbahn an der Landesmusikschule. Sie lernte E-Gitarre und Western-Gitarre, bevor sie sich ausschließlich dem Gesang widmete. 2014/2015 nahm sie Gesangsunterricht in München. Sie kann keine Noten lesen und singt ausschließlich nach Gehör.
Mit 15 Jahren sang sie in ihrer ersten Band. Derzeit ist sie Leadsängerin in der heimischen Band „RuffStuff“. Weitere Projekte sind in Planung.

 
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